Fettfilm auf der Schlinge in Oeding

Trübe Brühe

Was da auf dem Wasser der Schlinge schwamm, ließ am Freitag einen Anwohner zum Telefon greifen: Ein Film aus Fett trieb auf der Oberfläche. Die Suche nach dem Verursacher ist angelaufen, die Gemeinde Südlohn hat Strafantrag gegen Unbekannt gestellt."Das sah aus wie bei einem großen Topf voller Brühe", schildert Udo Bußkamp seinen Eindruck.

OEDING

, 01.09.2015, 05:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Der stellvertretende Leiter der Feuerwehr Südlohn leitete den Einsatz, zu dem neun Wehrmänner am Freitag gegen 16.30 Uhr ausrückten. Die erste Meldung über den Fettfilm führte die Feuerwehr zum Stauwehr an der Burloer Straße.

Doch nicht nur dort sollte sich das klare Wasser der Schlinge von den schmierigen Fettaugen bedeckt zeigen: "Das war ein gut einen Kilometer langer Abschnitt", berichtet Bußkamp. Die Floriansjünger hatten sofort versucht, sich Klarheit über das Ausmaß des Vorfalls zu verschaffen: "Bis Wennings Brücke schwamm immer wieder Fett auf dem Wasser."

Ölsperre eingerichtet

Die Feuerwehr richtete in Höhe der evangelischen Kirche in Oeding eine Ölsperre ein. Dort sammelten sich die Fetttropfen in den nächsten Stunden. Sonntagabend rückte eine Spezialfirma mit ihrem Fahrzeug an und saugte das zu Klumpen geronnene Fett ab.

Den Rest erledigte das heftige Gewitter in der Nacht zu Montag. Udo Bußkamp berichtete: "Montagmorgen war nichts mehr zu sehen." Aber: Die Ölsperre bleib vorsorglich vor Ort.

Auf der Suche

Zwischenzeitlich war auch die Suche nach der Quelle der Belastung angelaufen. Sie blieb zwar erfolglos. Doch gefunden hat die Feuerwehr dennoch etwas, wenn es auch in keinem Zusammenhang damit steht: Im Industriegebiet in Oeding stießen die Wehrmänner auf einen LKW, der Treibstoff verlor.

"Wir wollen die Situation auf der Schlinge weiter im Auge behalten", sagte Südlohns Bürgermeister Christian Vedder am Montag im Gespräch gegenüber der Münsterland Zeitung. Noch sei nicht genau klar, was es mit dem Fettfilm überhaupt auf sich habe. Ein Labor soll jetzt eine Wasserprobe untersuchen. Das geschieht in Abstimmung mit der Unteren Wasserbehörde: Eine Mitarbeiterin war bereits am Wochenende nach Oeding gekommen, um sich mit den örtlichen Stellen kurzzuschließen. Das bestätigte auch Ellen Schlütter von der Pressestelle des Kreises Borken. Wann die Ergebnisse aus dem Labor vorliegen, konnte sie am Montag noch nicht genau abschätzen.

Lesen Sie jetzt
Ruhr Nachrichten Obdachloser in der Brookhütte
Brookhütte geräumt – „Kaiser von Hundewick“ verließ „sein“ Domizil nur unter Protest