Frank Engbers (42) ist in Oeding verwurzelt und möchte Bürgermeister werden

rnCDU-Bürgermeisterkandidat

Woanders gelebt hat er nie und möchte es auch nicht: Südlohn und Oeding sind für Frank Engbers Heimat. Und die möchte er als möglicher Bürgermeister vorwärts bringen.

Südlohn

, 13.08.2020, 18:37 Uhr / Lesedauer: 3 min

Frank Engbers (42, CDU) möchte Bürgermeister von Südlohn und Oeding werden. Hier fühlt er sich zuhause. Hier sei seine Heimat. Und die möchte er weiterbringen.

Sein ganzes Leben wohnt er dort im Ebbinghook. Hat bei Bewital seine Ausbildung gemacht, später berufsbegleitend die Prüfung zum Betriebswirt abgelegt. Seit 2005 arbeitet er bei Teka in Velen, inzwischen als Gebietsvertriebsleiter für Österreich. Doch immer ist er in Oeding fest verwurzelt geblieben. Das heißt genau genommen in Nichtern. Denn einem Ortsteil möchte er – ganz neutraler Bürgermeisterkandidat – dann doch keinen Vorzug geben.

Unbedingter Zusammenhalt macht das Leben in der Gemeinde aus

Was ist das Schöne am Leben in der Gemeinde? Er erzählt eine Geschichte aus der Vergangenheit: „Meine Großeltern sind 1965 mit ihrem Hof komplett abgebrannt. Da war es selbstverständlich, dass die Nachbarn geholfen haben und dass sie dort während des Neubaus wohnen konnten.“ Das habe er zum Glück nicht miterlebt. Dennoch ist er sich sicher: „Das macht das Leben hier aus.“ Der unbedingte Zusammenhalt. „Das kann manchmal auch anstrengend werden, weil man eben die Verpflichtungen hat. Aber das ist auch einfach schön“, fügt er hinzu. Das Positive überwiege aber eindeutig.

Aus Oeding wegzugehen war nie ein Thema

In der Jugend habe er sich einmal vorstellen können, für eine Zeit aus der Gemeinde wegzugehen. „Doch das hat sich eben nie ergeben“, sagt er. Später sei er dann beruflich so viel unterwegs gewesen, dass er gar keinen Bedarf an weiten Reisen mehr gehabt habe. „Nach Hause zu kommen, die beiden Kirchtürme zu sehen, war immer schön“, so Frank Engbers.

Auch mit seiner Frau Mireille, die aus Heiden stammt und mit der er seit 2016 verheiratet ist, war die Frage des Wohnorts recht schnell geklärt. „Diese Hofstelle gehört seit über 150 Jahren meiner Familie. Das muss erhalten werden“, sagt er. Und als ältester Sohn sei das seine angenehme Pflicht gewesen.

Entscheidung zur Kandidatur fiel gemeinsam

Auch die Entscheidung überhaupt ins Rennen um das Bürgermeisteramt zu gehen, hat er mit seiner Frau getroffen: „Sie hat das Thema sogar das erste Mal aufgebracht“, sagt er. In einem Gespräch nach einer langen Ratssitzung habe sie ihn gefragt, wie er auf die Frage nach einer Kandidatur reagieren würde. „Danach haben wir das Thema zusammen durchgesprochen und ich habe mich schließlich dazu entschlossen“, sagt er. Ohne den Rückhalt aus der Familie sei so ein Amt ja sowieso undenkbar.

Ab und an geht es dann aber doch auf Reisen: „Mindestens einmal im Jahr möchte ich das Meer sehen“, erklärt er. Am liebsten auf seiner Lieblingsinsel Föhr. Freie Zeit zuhause verbringt er oft und gerne im Blaumann: „Auf so einem Hof gibt es eben immer irgendetwas zu tun“, sagt er lächelnd. Daneben gehört die Imkerei seit einigen Jahren zu seinen Hobbys. „Und dann eben noch das, was man eben so macht: Kegeln, Freunde, Stammtisch und viel mit dem Fahrrad unterwegs sein“, so Frank Engbers.

Sportlich hat er sich in der Jugend als Springreiter und später noch beim Tischtennis betätigt. „Das müsste ich eigentlich wieder mehr machen“, sagt er und sieht an sich herunter. „Aber im Moment bleibt dafür einfach zu wenig Zeit.“ Wegen mangelnder Zeit hat er auch die verschiedenen Ehrenämter im Deutschen Roten Kreuz, im Karneval oder im Reitverein zurückgefahren. Nur den Nichterner Schützen bleibt er treu: „Schützenfest ist ja zum Glück nicht jeden Monat“, scherzt er.

Demut und Ehrfurcht vor der möglichen Wahl

Das mögliche Amt sehe er mit Demut und Ehrfurcht. „Nicht wegen der Arbeitsbelastung, sondern wegen der Verantwortung, die man für Mitarbeiter und die Gemeinde trägt“, sagt er. Verglichen mit anderen Kommunen gehe es Südlohn natürlich gut. „Wir haben keine existenzbedrohenden Probleme“, sagt er. Aber eben trotzdem viele Aufgaben. „Und da müssen wir liefern“, sagt er.

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