Gemeindesportverband wünscht sich „Pakt für den Sport“

Gemeinsame Verantwortung

Einen "Pakt für den Sport" möchte Gemeindesportverbandsvorsitzender Joachim Schernus mit der Gemeinde abschließen. Im Sportausschuss wurde diese Initiative zunächst jedoch nicht auf den Weg gebracht. Aus Sicht der Kommunalpolitiker gib es noch viel Abstimmungsbedarf.

SÜDLOHN

, 05.10.2015, 18:33 Uhr / Lesedauer: 1 min
Gemeindesportverband wünscht sich „Pakt für den Sport“

Gemeindesportverbandsvorsitzender Joachim Schernus

"Ein bisschen unglücklich mit dem Antrag" war Ausschussvorsitzende Barbara Seidensticker-Beining. Beim Durchlesen des Entwurfes "habe ich irgendwann angefangen, mich überflüssig zu fühlen". Der vorgeschlagene Pakt nehme den Kommunalpolitikern beispielsweise die Vergabe von Sportfördermitteln aus der Hand. Und: "Der Rat ist überflüssig".

Susanne Rickers (Grüne) sah das ähnlich: "Die Gelder selber verteilen geht nicht". Rickers wies darauf hin, dass im Rathaus gerade an einer Vereinsförderrichtlinie gearbeitet werde. Der vom Gemeindesportverband vorgeschlagene "Pakt für den Sport" würde diese Überlegungen Konterkarrieren.

Grundlage für Überlegungen

Joachim Schernus führte aus, dass der vorgelegte Textentwurf nur als Grundlage für weitere Überlegungen gedacht war. Dem Gemeindesportverband (GSV) gehe es um "die gemeinsame Erklärung, die verpflichtende Freiwilligkeit, etwas zum Gemeinwohl beizutragen", so Schernus weiter.

Der Pakt sei "die Basis", führte der GSV-Vorsitzende weiter aus. Es gehe darum, die inhaltlichen Schwerpunkte der gemeinsamen Verantwortung von Gemeinde und Sportvereinen zu regeln. Dabei denke der GSV an die Bereitstellung eines attraktiven Sportangebotes für alle Altersgruppen, an die Bereitstellung nachfragegerechter Sporträume, die Erstellung eines Sportentwicklungskonzeptes oder die Anerkennung ehrenamtlicher Tätigkeit in den Sportvereinen.

Vieles im Fluss

"Es ist zu früh. In der Gemeinde ist im Moment ganz vieles im Fluss", meinte auch Christel Sicking (CDU). Sie wies beispielsweise auf die beginnende Kooperation von SC Südlohn und FC Oeding hin, was die Nutzung der Sporthallen angeht. Durch die Belegung der Jakobi-Halle mit Flüchtlingen und die Probleme mit dem Tennenplatz am Roncalli-Stadion rücken die beiden Sportvereine derzeit näher zusammen, was Hallennutzung und Trainingsmöglichkeiten angeht.

Der Ausschuss hat die Gemeindeverwaltung jetzt damit beauftragt, zusammen mit dem GSV die Möglichkeiten für die Ausgestaltung eines Pakts für den Sport zu erörtern.

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