Große Kreuzung an der B70 soll 790.000 Euro kosten

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Die Kreuzung, die im Norden von Oeding das Gewerbegebiet erschließen soll, wird deutlich teurer als gedacht. Rund 790.000 Euro sollen die Bauarbeiten kosten, die wohl erst 2021 beginnen.

Südlohn

, 05.10.2019, 14:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Für das Gewerbegebiet Pingelerhook III im Norden von Oeding ist seit langem eine Linksabbiegerspur geplant. Jetzt – im vergangenen Bauausschuss – kamen für die geplante Kreuzung in Höhe der Einmündung zum Hessinghook erstmals Zahlen dazu auf den Tisch. Die Gemeinde rechnet mit Baukosten von rund 790.000 Euro für den Straßenbau.

Ende Oktober sollen die Vertragsunterlagen zwischen Gemeinde und dem Landesbetrieb Straßen NRW ausgearbeitet sein. „Ich hoffe, bis zur kommenden Ratssitzung“, erklärte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann. Darin sollen dann auch die konkretere Zahlen festgeschrieben werden.

Politiker stimmen Planungen nur mit Bauchschmerzen zu

Jörg Battefeld (UWG) konnte diesen Plänen trotzdem nur „mit Bauchschmerzen“ zustimmen. „Als wir das erste Mal über die Abbiegespur gesprochen haben, ging es um eine Summe von 250.000 Euro“, sagte er. Jetzt bewege sich die Planung fast im siebenstelligen Bereich.

In diese Richtung argumentierte auch Aloys Kahmen (CDU): „Die finanziellen Auswirkungen sind erheblich höher, als wir erwartet haben“, sagte er. Auch er zeigte sich vorerst mit den Planungen einverstanden, erwarte aber noch genaueren Zahlen. „Das wird dann ja wohl alles in dem Vertrag konkretisiert“, so Kahmen in Richtung der Verwaltung.

Landesbetrieb Straßen übernimmt nur einen kleinen Teil der Kosten

Das Gros der Ausgaben muss die Gemeinde stemmen. Der Landesbetrieb beteiligt sich laut Dirk Vahlmann nur an der Asphaltdeckschicht der bisher nicht sanierten Teile der Straße sowie an der Ampel für die Fußgänger. Den Rest der geplanten Kreuzung wird die Gemeinde bezahlen müssen.

Große Kreuzung an der B70 soll 790.000 Euro kosten

Bisher ist der Hessinghook noch ein kleiner Wirtschaftsweg. In ein paar Jahren sollen über diese Straße die neuen Teile des Gewerbegebietes erschlossen werden. Gegenüber soll außerdem die bisherige Sackgasse der Daimlerstraße an die B70 angeschlossen werden. © Markus Gehring

Geht es nach deren Zeitplan, könnte im ersten Halbjahr 2020 die Vereinbarung mit Straßen.NRW geschlossen werden. Im zweiten Halbjahr würde sich die Ausführungsplanung sowie die Ausschreibung und Vergabe der Bauarbeiten anschließen. 2021 könnte die Linksabbiegespur dann gebaut werden.

Auch ein Punkt, den Aloys Kahmen bemängelte: „Die ganzen Arbeiten werden also einfach um ein Jahr verschoben?“, wollte er wissen. Nicken von der Tischseite der Verwaltung folgte.

Gute Investition um ein Unternehmen am Ort zu halten

Dennoch: „Das ist eine gute Investition für die Unternehmen und für die Zukunft im Ort“, erklärte Bürgermeister Christian Vedder. „Wir brauchen die Spur, um ein prosperierendes Unternehmen bei uns zu halten“, erklärte er weiter.

Nur durch die Erweiterung des Gewerbegebietes im Norden sei das möglich. Und mit der Erweiterung sei eben untrennbar die neue Abbiegespur verknüpft. Das hatte der Landesbetrieb Straßen bei einem Ortstermin so festgestellt.

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Noch einmal rund 100.000 Euro werden für die Resterschließung des Gewerebegietes fällig: Die bisherige Sackgasse an der Daimlerstraße soll so an die B70 angeschlossen werden. Auch das ein unbedingt nötiger Schritt: „Wir brauchen für das Gewerbegebiet eine zweite Erschließung“, erklärte der Bürgermeister.

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