Grüne Soße und Frankfurter Äpfelwein: Mit dem Heimatverein Oeding essen wie die Hessen

rnHeimatverein Oeding

Der Heimatverein Oeding setzt seine kulinarischen Ausflüge in die Nachbarländer Nordrhein-Westfalens fort. Dieses Mal führte das Menü in die hessische Küche. Ein Höhepunkt: die Grüne Soße.

09.03.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min


Vom hessischen Gaumen und von der hessischen Zunge wird so gut wie nie gesprochen, obwohl sie voll entwickelt und funktionstüchtig sind – wie das gleich folgende Menu hoffentlich beweisen wird.“ Mit diesen Worten begrüßte Marion Wienand vom Heimatverein am Freitagabend die Gäste im Bürgerhaus an der Jakobistraße zum Abend der althessischen Küche.

Marion Wienand (links) und Barbara Seidensticker-Beining begrüßten die Gäste.

Marion Wienand (links) und Barbara Seidensticker-Beining begrüßten die Gäste. © Georg Beining

Sie und ihre Vereinskollegin Barbara Seidensticker-Beining hatten sich ein Drei-Gänge-Menu ausgesucht, bei dem es um traditionelle Gerichte aus dem Hessischen gehen sollte. Auf der liebevoll gestalteten Menu-Karte war aufgelistet, was auf die fast 20 Besucher zukommen sollte: Eine „sämige Kartoffelsuppe“ machte den Anfang, gefolgt von Rindfleisch mit Frankfurter Grüner Soße, Salat und Kartoffeln.

„Grüne Soße“ kam gut an

Beim Stichwort „Frankfurter Grüne Soße“ wurden vor allem die weiblichen Gäste sichtbar neugierig. Einige von ihnen hatten von dieser Soßen-Spezialität, die es wohl nur innerhalb der Grenzen Hessens zu einiger Berühmtheit gebracht hat, schon gehört. Aber kaum jemand hatte bis dato eigene Erfahrungen mit dieser Grünen Soße gemacht. Nach ersten Versuchen fiel das Urteil durchweg positiv aus und man erkundigte sich nach dem Rezept für die Tunke: „Wie hast Du die gemacht? Was ist da drin?“

Die Grüne Soße gehörten zu den Highlights des hessischen Abends.

© Georg Beining

Und der Herstellungsprozess scheint auch nicht ganz unkompliziert, wie Marion Wienand erläuterte: Die traditionelle Frankfurter Grüne Soße besteht dem-nach aus sieben verschiedenen, aber genau definierten Kräutern, gehacktem Ei und Schmand. In Hessen, so die Köchin weiter, bekäme man dieses Kräuterensemble schon passend abgepackt. – „Bei uns natürlich nicht!“

Gießener Zimtwaffeln

Zum Dessert gab es dann noch „Gießener Zimtwaf-feln“ und Rheingauer Weinäpfel, verfeinert mit Riesling und zwei Stunden im Backofen geschmort.

Am Ende war klar: Der Aufwand der beiden Köchinnen vom Heimatverein hatte sich gelohnt. Das Urteil der Gäste war einhellig: „Das war richtig lecker. Wann macht ihr das wieder?“

Der Frankfurter Äpfelwein durfte beim hessischen Menü natürlich nicht fehlen.

© Georg Beining

Offene Türen einlaufen nennt man das wohl. Diese Veranstaltung des Heimat-vereins ist ja bereits zur Serie geworden: Im vergangenen Jahr war die niedersächsische Küche das Thema, nächstes Jahr soll es nach Rheinland-Pfalz gehen.

Marion Wienand versprach: Wir werden erst mal alle direkten Nachbarn von NRW abgrasen. Das heißt auch, dass wir wohl noch ins Ausland gehen werden.“

Schlagworte:
Lesen Sie jetzt