Viele Südlohner und Oedinger sind mit der Verwaltung eher zufrieden. Doch bei Schulen und Kultur sehen sie Verbesserungsbedarf. Mit den Kitas sind sie dafür umso zufriedener.

Südlohn

, 25.08.2020, 04:00 Uhr / Lesedauer: 3 min

In unserer Umfrage wollten wir wissen, wie zufrieden die Menschen in Südlohn und Oeding mit der Verwaltung insgesamt und mit einigen Teilbereichen im Speziellen zufrieden sind. Heute befassen wir uns mit den Fragen rund um Schule und Kinderbetreuung.

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Die Meinung über die IT-Austattung an den beiden Grundschulen geht auseinander: Positive wie negative Meinungen halten sich ungefähr die Waage. „Das ist wohl ziemlich realitätsnah“, sagt Bürgermeister Christian Vedder, als er das Ergebnis auf den Tisch bekommt. In Südlohn werde die Schule auf dem aktuellsten Stand sein, sobald der Neubau bezogen wird. In Oeding wird an der Technik gerade noch geplant. Ein großer Teil der Infrastruktur muss ausgetauscht werden. Gleichzeitig wurden die in die Jahre gekommenen Notebooks gegen aktuelle Tablets ausgetauscht. Auch die neuen Digiboards hängen bereits in den Oedinger Klassenräumen. Die für Südlohn sollen in den kommenden Wochen eingebaut werden.

Mit dem einmaligen Einbau von Technik ist es aber nicht getan: „Wir müssen den Prozess verstetigen und Geräte regelmäßig austauschen“, erklärt der Bürgermeister. Sonst würden sie veralten und könnten nicht oder nur noch sehr eingeschränkt genutzt werden. „Und da muss man auch im Kopf behalten, dass das eben Geld kostet“, sagt er. Eine Ausgabe, die für modernen Unterricht aber ganz einfach nötig sei.

Baustelle beeinflusst Eindruck von Sauberkeit

Und die Sauberkeit? Ungefähr ein Drittel der Menschen, die etwas zum Zustand der Schulen sagen konnten oder wollten, finden die beiden Grundschulen nicht sauber genug. „Man darf nicht vergessen, dass die Grundschule in Südlohn gerade eine große Baustelle ist“, sagt dazu Christian Vedder. Die von-Galen-Grundschule in Oeding sei nach allem was er gehört habe, gut in Schuss. Beschwerden habe er von dort noch nicht gehört.

Einwohner sind mit Kitas sehr zufrieden

So viel zu den Schulen. Doch wie sieht es bei den kleineren Kindern aus? Wir wollten wissen, was die Südlohner und Oedinger von ihren Kindertagesstätten halten. Und da gab es überwiegend positive Antworten:

Für Bürgermeister Christian Vedder ist das keine Überraschung: „Spätestens seit der Eröffnung des Bauernhofkindergartens haben wir eine Träger- und Angebotsvielfalt in der Gemeinde“, sagt er. Mit unterschiedlichen Konzepten und Angeboten würden sich die einzelnen Einrichtungen an die Eltern richten. Und der neue Bauernhofkindergarten hilft der Gemeinde noch an einer anderen Stelle: „Wir sind jetzt endlich einmal vor der Linie“, sagt Christian Vedder.

Damit meint er, dass die Gemeinde zum ersten Mal seit Jahren mehr Kindergartenplätze anbieten kann, als benötigt werden. So können zum einen die Gruppen klein gehalten werden. Andererseits haben Eltern auch die Möglichkeit, sich den Kindergartenplatz für ihren Nachwuchs auszusuchen.

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Die Kinder interessieren sich natürlich auch besonders für die Spielplätze in beiden Ortsteilen. Und was sagen die Südlohner und Oedinger dazu? Eine Minderheit denkt, dass es sogar zu viele Spielplätze in der Gemeinde gibt. Rund 40 Prozent der Befragten geben an, dass sie das Angebot für gerade richtig halten, noch einmal einige hätten gerne mehr Spielplätze. „Ich glaube, dass die Standorte unserer Spielplätze gut gewählt sind“, sagt Bürgermeister Christian Vedder.

Bei der Ausstattung allerdings, das räumt er dann schnell ein, gebe es definitiv Nachholbedarf. Einige Vorzeigeflächen würden beispielsweise auch sehr aufopfernd von der Nachbarschaft oder privaten Initiativen gepflegt. „Darauf können wir als Gemeinde stolz sein“, erklärt er. Gleichzeitig würden noch Gespräche laufen, beispielsweise für den geplanten Spielplatz im Baugebiet Burloer Straße-West. Auch bei den Politikern würde langsam der Gedanke durchdringen, dass in der Gemeinde einige große „Leuchtturmspielplätze“ gefordert werden. „Das könnte man in Südlohn vielleicht gut im Scharperloh umsetzen. Dort ist noch Platz“, so Christian Vedder.

Wie kann das Kulturangebot verbessert werden?

In einer offenen Frage wollten wir schließlich noch wissen, wie das Kulturangebot in der Gemeinde verbessert werden könnte. Welche Kulturangebote wünschen sich die Menschen in Südlohn und Oeding?

Eine ganze Reihe von Wünschen für Angebote in Südlohn und Oeding haben die Teilnehmer der Umfrage geäußert. Vor allem Konzerte, Theater, Kabarett und Kleinkunst wurden häufig genannt.

Eine ganze Reihe von Wünschen für Angebote in Südlohn und Oeding haben die Teilnehmer der Umfrage geäußert. Vor allem Konzerte, Theater, Kabarett und Kleinkunst wurden häufig genannt. © wortwolken.com

Konzerte, Theater und Kabarett stehen offenbar ganz oben auf der Wunschliste der Menschen in Südlohn und Oeding. aber auch Kino, Kleinkunst und Abendveranstaltungen ohne den Fokus auf Alkohol werden mehrfach genannt. Dazu kommen Naturlehr- oder Trimm-Dich-Pfade und mehr Angebote für Teenager. Ein Teilnehmer formuliert es sehr deutlich: „Weniger Brauchtum, mehr intellektuelle Kultur.“ Doch was davon ist umsetzbar? Bürgermeister Christian Vedder zuckt mit den Schultern: „Man darf nicht vergessen, dass wir eine sehr kleine Gemeinde sind. Da bleibt es nicht aus, dass man fahren muss, wenn man etwas erleben möchte.“

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114 Südlohner und Oedinger haben bei der Umfrage mitgemacht. Zwei Drittel stammen aus Südlohn, der Rest aus Oeding. Das ist bei insgesamt rund 9200 Einwohnern im Ort natürlich nicht repräsentativ, reicht aber für ein Stimmungsbild. Mit den Ergebnissen hat unsere Redaktion Bürgermeister Christian Vedder konfrontiert. Der befindet sich zwar in der Endphase seiner Amtszeit – am 13. September soll sein Nachfolger gewählt werden – doch für den aktuellen Stand der Verwaltung zeichnet er natürlich noch verantwortlich.

Weitere Ergebnisse veröffentlichen wir in Kürze.

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