Heimlicher Star der Steuben-Parade

Spielmannszug Oeding

Bei der 60. Steuben-Parade in New York feiern Tausende den Spielmannszug Oeding und seinen Schellenbaum. Der Auftritt in New York ist ein Höhepunkt in der Vereinsgeschichte.

Oeding

, 17.09.2017, 21:24 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit 60 Jahren ist Manhattan einmal im Jahr in deutscher Hand. Mitte September kommen dann Tausende zusammen, um bei einem farbenfrohen Umzug über die Fifth Avenue Musikkapellen, Chören und Tanzformationen zuzujubeln. Gefeiert werden die deutsche Tradition und das deutsche Kulturgut. Mittendrin in diesem Jahr: der Spielmannszug Oeding.

„Wir sind zwei Stunden lang mitgelaufen. Da waren links und rechts total viele Leute, die uns zugejubelt haben“, berichtet Maik Bednarz vom Spielmannszug. „Wir waren der einzige Verein, der einen Schellenbaum dabei hatte – und dann auch noch einen dreistöckigen.“ Der Schellenbaum sei dann auch schnell der heimliche Star der Parade gewesen, so Bednarz. „Es wollten viele Leute ein Foto mit ihm machen.“

Brüllend heiß

An die 30 Gruppen, die meisten davon aus Deutschland, nahmen laut Bednarz an der Parade teil. „Das war richtig beeindruckend. Es war brüllend heiß, wir haben alle geschwitzt in unseren Uniformen. Aber es war ein tolles Erlebnis.“ Nach der Steuben-Parade feierten die Oedinger beim Oktoberfest im Central Park weiter. Und mussten schnell feststellen, dass die Bierpreise der amerikanischen Version des Volksfestes denen des Originals in München doch stark ähneln. „Das Bier gab es nur in 1,5-Liter-Pitchern für 18 Dollar das Stück“, so Bednarz. Die Mitglieder des Spielmannszuges ließen es sich dennoch schmecken.

„Legendäre“ Rückfahrt

Am Abend ging‘s zurück ins Hotel in unmittelbarer Nähe des Emipre State Buildings. In der U-Bahn spielten die Oedinger spontan ein paar Märsche und gewannen damit schnell neue Fans. „Ein paar Leuten hat das so gut gefallen, dass sie noch mit uns ins Hotel gekommen sind“, berichtet Bednarz. „Dort haben wir in der Lobby dann auch noch ein bisschen Musik gemacht. Allein diese Rückfahrt war schon legendär.“

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