Hundesteuersatz steigt

Ratssitzung

OEDING Der Hundesteuersatz für den ersten Hund bleibt laut mehrheitlichem Ratsbeschluss bestehen. Die Steuersätze für den zweiten und dritten Hund erhöhen sich im kommenden Jahr.

von Von Melanie Steur

, 11.12.2009, 17:32 Uhr / Lesedauer: 2 min
Für viele Bürger gehört der tägliche Spaziergang mit dem Hund zum Leben. Kein Problem, wenn der Kot nicht auf der Straße liegen bleibt, sondern sofort entfernt wird.

Für viele Bürger gehört der tägliche Spaziergang mit dem Hund zum Leben. Kein Problem, wenn der Kot nicht auf der Straße liegen bleibt, sondern sofort entfernt wird.

Mit dieser Aussage verärgerte Kahmen den SPDler Hans Brüning. Nicht, weil dieser das Argument der CDU nicht guthieß, im Gegenteil: „Sie haben unser Argument, das wir angeführt haben, als es um die Einführung der Hundesteuer ging fast wörtlich übernommen“, warf Brüning ihm vor. Die SPD habe die sozialen Bedürfnisse der Menschen bereits 2001 angesprochen und vor einer zu hohen Steuer gewarnt. Damals seien diese Argumente für die CDU nicht schlüssig gewesen. Insgesamt befürwortete Brüning die Steuer aber: „Solange die Hundehalter nicht in der Lage sind den Kot wegzuräumen, ist es notwendig.“ Jörg Schlechter (FDP) und Jörg Battefeld (UWG) schlossen sich der Meinung an. Allerdings solle das durch die Hundesteuer eingenommene Geld auch zweckgebunden eingesetzt werden, regte Battefeld an. Das sei nicht möglich, entgegnete Martin Wilmers von der Verwaltung. „Steuern sind Leistungen ohne Gegenleistung“. So stünde es im Gesetz.

Rolf Stödke (SPD) bemängelte die allgemeine Ungleichbehandlung. Nutzhundehalter, wie Jäger, seien von der Steuer befreit. „Der Hund einer älteren Dame hat auch einen Nutzen für sie, wird aber besteuert.“   

  • erster Hund: 42,50 Euro
  • zweiter Hund: 72 Euro
  • ab dem dritten Hund: 84 Euro
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