Immer mehr Siedlungsfläche

Südlohn Die Gemeinde ist fest in Hand der Landwirte - zumindest was die Nutzung ihrer Fläche angeht.

18.07.2007, 17:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Auf mehr als Zweidrittel des rund 4500 Hektar umfassenden Gebiets grast Vieh, wird Ackerbau getrieben oder Obst geerntet. Doch geht der strukturelle Wandel auch an der Grenzgemeinde nicht spurlos vorüber, wie die statistischen Angaben des Kreises Borken zeigen. Um 76 Hektar hat sich die landwirtschaftliche Fläche seit 1996 auf 3157 Hektar im Jahr 2006 verringert. Aus Feldern und Wiesen wurde so genannte Gebäude- und Freifläche, zu der neben Wohnhäusern auch Handel und Industrie sowie Ver- und Entsorgungsanlagen gehören. Um 74 Hektar ist diese Form der Nutzung gegenüber 1996 angewachsen. Zum Stichtag erstreckte sie sich über 9 Prozent des Gemeindegebiets.

Was die Entwicklung der Siedlungsfläche angeht, zählt die Grenzgemeinde zu den Spitzenreitern im Kreis: Um 15,9 Prozent hat diese seit 1996 zugenommen - nur in Vreden (55,5), Ahaus (20,2) und Heiden (19,4) war das Wachstum größer. Der Landesdurchschnitt liegt gerade mal bei 6,1 Prozent. Dabei schlägt die Wohnbebauung mit 21 Hektar relativ stark zu Buche. Zum Vergleich: Während Ein- und Mehrfamilienhäuser in Südlohn und Oeding 3,2 Prozent der Fläche bedecken, sind dies in Heek 1,7, in Legden 1,8 und in Schöppingen lediglich 1,1 Prozent des Gemeindegebiets.

Der Blick auf weitere Nutzungsarten ergibt folgendes Bild: Vergleichsweise wenig Raum steht den Bürgern innerhalb der Gemeindegrenzen zur Erholung zur Verfügung. Lediglich 0,3 Prozent sind in dem Zahlenwerk explizit für Sport- und Grünanlagen ausgewiesen.

Um fast 20 Hektar Wald ist die Gemeinde seit 1996 geschrumpft. Mit einem Anteil von knapp 15 Prozent (690 Hektar) liegt sie aber immer noch leicht über dem Kreisdurchschnitt von 14,2 Prozent. kh

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