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Was Wikipedia alles über Südlohn zu berichten weiß

Das Internet ist heutzutage nicht mehr wegzudenken. Auch in Südlohn kennt man das „World Wide Web“. Doch was weiß das Internet über Südlohn und Oeding? Wir haben einmal die Online-Enzyklopädie Wikipedia nach Südlohn durchsucht.

SÜDLOHN

, 27.05.2015 / Lesedauer: 3 min
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Das weiß Wikipedia: Die Schlinge ist 55,4 Kilometer lang und fließt durch Oeding (Foto) und Südlohn.

Natürlich gibt es einen klassischen Artikel über die Gemeinde in der Enzyklopädie. Hier findet man neben den statistischen Basisdaten auch einen kleinen geschichtlichen Rückblick und Informationen zu Kultur und Sehenswürdigkeiten.

Folgt man den Verweisen, erfährt man, dass der Oedinger Rudolf Schulte (1923-1996) als Physiker ein Visionär einer Energiewirtschaft, die durch nukleare Spitzentechnologie geprägt war. Schulten war ab 1957 für die Planung und für den Bau des Kugelhaufenreaktor-Kernkraftwerks Versuchskernkraftwerk AVR in Jülich verantwortlich.

Sankt Vitus-Kapelle

Resultierend aus der Teilung des alten Kirchspiels Lohn in die Teile Nordlohn, dem heutigen Stadtlohn, und Südlohn wurde die bereits seit dem 12. Jahrhundert vorhandene Sankt Vitus-Kapelle im Jahr 1231 zu einer eigenständigen Pfarrkirche erhoben. Damit wurde die Grundlage für die Bildung einer eigenständigen Siedlung geschaffen.

Ein weiterer Oedinger, der es zu Ruhm geschafft hat ist Manfred Bockenfeld. Der 54-Jährige hat das Fußballspielen beim FC Oeding gelernt und es bis zum Nationalspieler geschafft. Im Vorfeld der Fußball-Europameisterschaft spielte er gegen Bulgarien. In der Bundesliga gewann er mit Werder Bremen 1992 den Europapokal und 1993 die Deutsche Meisterschaft. 1997 beendete Bockenfeld seine Laufbahn. Insgesamt erzielte er 34 Tore in der Bundesliga.

Liste der Baudenkmäler

Forscht man weiter nach Südlohner Artikeln, stößt man auf eine Liste der Baudenkmäler. Hier sind die denkmalgeschützten Bauwerke aufgelistet, die in der Denkmalliste der Gemeinde eingetragen sind. 26 Objekte (Stand: September 2011) sind es, die bei Wikipedia als Denkmäler geführt werden.

Ein großer Industriemanager lebt auf einen Bauernhof in Südlohn: Wilhelm Bonse-Geuking ist deutscher Bergbauingenieur und Industriemanager. Er war von 2007 bis 2012 Vorstandsvorsitzender der RAG-Stiftung mit Sitz in Essen. 1995 bis 2002 war er Vorstandsvorsitzender der Veba Oel AG, nach deren Übernahme durch British Petrol (BP) bis Mitte 2004 Deutschland-Chef von BP. Von 2003 bis 2006 war er Europa-Chef der BP-Gruppe und als Group Vice President Mitglied der Konzernführung der BP-Group. Von 2007 bis 2012 war Bonse-Geuking Aufsichtsratsvorsitzender des Chemie- und Energiekonzerns Evonik Industries AG. Er führte außerdem die Aufsichtsräte der RAG Aktiengesellschaft und der Deutschen BP AG.

Titularbischof von Gordus

Weihbischof Alfons Demming (1928-2012) ist gebürtiger Südlohner. Der Sohn von Malermeister Franz Demming empfing 1953 die Priesterweihe und wurde 1976 von Papst Paul VI. zum Titularbischof von Gordus ernannt und schließlich als Weihbischof im Bistum Münster bestellt. Er ist Gründer der Stiftung „Afrikahilfe“.

Als einer der Pioniere der deutschen Biodieselindustrie und als eins der größten Entsorgungsbetriebe für Speisefette wird die Petrotec AG in der Enzyklopädie genannt. Der Sitz der Vertriebsgesellschaft ist in Südlohn-Oeding.

Plattdeutsche Mundart

Die Schlinge, ein 55,4 Kilometer langer Nebenfluss der Issel, entspringt in Gescher und fließt auch durch die Dörfer Südlohn und Oeding. Bei Wikipedia erfährt der Leser, dass der Fluss dort in plattdeutscher Mundart auch Möllenbääke (Mühlenbach) genannt wird.

In Südlohn erinnert die Elpidiusstraße an den Franziskaner Elpidius Markötter (geboren 1911 als Jospeh Markötter in Südlohn) der 1942 im Konzentrationslager Dachau in Lagerhaft gestorben ist. Er zählt zu den katholischen Märtyrern der Zeit des Nationalsozialismus. Die Urne mit seiner Asche wurde nach den Exequien in der Klosterkirche auf dem Friedhof der Franziskaner in Warendorf beigesetzt.

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