Johannes Beckmann (24) will Konzept zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners entwickeln

rnEichenprozessionsspinner

Der gebürtige Südlohner Johannes Beckmann studiert „Urbanes Baum- und Waldmanagement“. Er untersucht derzeit wissenschaftlich, wie es in Borken um den Eichenprozessionsspinner bestellt ist.

von Gabi Kowalczik

Südlohn

, 23.10.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Den Gang ins Fitnessstudio kann Johannes Beckmann sich in diesen Tagen getrost sparen. Der 24-Jährige ist so häufig draußen unterwegs und legt Tag für Tag auch viele Kilometer zu Fuß zurück – das gilt schon beinahe als Sport. Darum geht es dem in Südlohn geborenen Studenten bei seinen Touren aber gar nicht.

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Seine Spaziergänge und Fahrten sind vielmehr Arbeit: Für eine Projektarbeit im Rahmen seines Masterstudiums „Urbanes Baum- und Waldmanagement“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen untersucht Beckmann derzeit, wie es in Borken um den Eichenprozessionsspinner bestellt ist.

Auf der Suche nach einer Lösung

„Ich wollte für die Arbeit wieder zurück ins Münsterland“, erklärt er, wie es zu seinem Projekt, das er in Kooperation mit der Stadt Borken organisiert, gekommen ist. Er habe mehreren Kommunen seine Idee zur Entwicklung eines Konzeptes im Kampf gegen die gefährliche Raupe vorgestellt, Borken habe sofort Interesse gezeigt.

„Klar“, sagt Michael Gesing von der Fachabteilung Grün der Stadtverwaltung im Gespräch mit der Redaktion. „Wie viele andere Kommunen sind auch wir auf der Suche nach einer Lösung im Umgang mit dem Eichenprozessionsspinner.“

Der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner ist schwierig

Dabei sollen alle Möglichkeiten in Betracht gezogen werden. Ob Johannes Beckmanns Projekt eine „finale Lösung“ liefere und ob es die überhaupt gebe, bleibe abzuwarten, so Gesing weiter. Der Kampf gegen den Eichenprozessionsspinner sei ein schwieriger.

Johannes Beckmann (24) will Konzept zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners entwickeln

Für eine Projektarbeit im Rahmen seines Masterstudiums „Urbanes Baum- und Waldmanagement“ an der Hochschule für angewandte Wissenschaft und Kunst in Göttingen untersucht Beckmann derzeit, wie es in Borken um den Eichenprozessionsspinner bestellt ist. © Gabi Kowalczik

Derzeit ist Johannes Beckmann in Borken und Gemen unterwegs, um möglichst viele Eichen unter die Lupe zu nehmen. Einzelne Bäume schaut er sich genau an, an Stellen mit größeren Beständen macht er Stichproben. Der Student sucht nach Resten von Nestern, um so herauszufinden, wo es größere Populationen des Eichenprozessionsspinners gibt.

Auf Grundlage dieser Recherche möchte er später ein Konzept zur Bekämpfung erarbeiten. Wie das aussehen könne und wo Problemstellen sind, sei derzeit noch etwas „Stochern im Nebel“, sagt Beckmann. Voraussichtlich werde er der Stadt aber eine Kombination mehrerer Maßnahmen empfehlen.

Fallen sollen gestestet werden

Bislang ist die Stadt ohne den Einsatz von Gift vorgegangen, hat Nester stattdesen in großem Umfang abggesammelt. Nächstes Jahr, kündigt Michael Gesing an, sollen auch Fallen gestestet werden.

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