Wie im Vorjahr fallen in Südlohn und Oeding die großen Nikolausumzüge aus. Auch wenn persönliche Kontakt derzeit nur eingeschränkt möglich sind, so erhalten alle Kinder in Südlohn und Oeding die Gelegenheit, Nikolaus und Knecht Ruprecht zu grüßen. Und eine Tüte gibt's obendrein. © Katrin Sarholz
Nikolausempfang

Keine Umzüge, aber die Kinder dürfen sich dennoch auf den Nikolaus freuen

Auch in Südlohn und Oeding wurden die großen Umzüge nun abgesagt. Verzichten müssen die Kinder dort aber nicht auf Nikolaus und Ruprecht. Es gibt Alternativen – an zwei verschiedenen Tagen.

Die aktuelle Entwicklung in der Corona-Pandemie erfordert weiter erhöhte Wachsamkeit. Nun hat sich auch die Gemeinde Südlohn gemeinsam mit den beiden Veranstaltern, der Katholischen Arbeitnehmer-Bewegung (KAB) Südlohn und dem Löschzug Oeding der Freiwilligen Feuerwehr, dazu entschlossen, den Nikolausumzug am Vorabend des Nikolaustages abzusagen.

Dennoch: Verzichten müssen die Kinder in den beiden Ortsteilen nicht auf den Nikolaus, für viele der Höhepunkt in der vorweihnachtlichen Zeit. „Wir freuen uns sehr, dass sowohl in Südlohn als auch in Oeding kurzfristig Alternativprogramme entwickelt werden“, erklärt Markus Lask, Leiter des Fachbereichs Zentrale Dienste und Zentrale Steuerung, auf Nachfrage der Redaktion.

Natürlich treffe man eine solche Entscheidung gerade im Sinne der Kinder nicht gerne, sie sei aber in der Zeit der rasant steigenden Fallzahlen die vernünftige, erklärt Markus Lask. Dass das Risiko gerade bei den ungeimpften Kindern zu hoch sei, dessen sind sich auch Günter Wehning (KAB) und Friedhelm Tummel (Löschzug Oeding) einig.

Aufgrund der Corona-Beschränkungen hatte sich die Gemeinde Südlohn kürzlich bereits mit den Veranstaltenden abgestimmt, den Südlohner Weihnachtsmarkt und den Oedinger Advents-Treff abzusagen. „Die „2G-Auflagen zu erfüllen, das können wir nicht leisten“, erklären auch Wehning und Tummel unisono.

Nikolaus besucht Schule und Kindergärten

Die KAB in Südlohn hat nun den eigentlichen Nikolaustag, den 6. Dezember, ins Auge gefasst, um den Kindern eine Freude zu bereiten. Nikolaus und Knecht Ruprecht besuchen dann die Kindergärten und die St.-Vitus-Grundschule. „So bleiben die Kinder in ihrer gewohnten Umgebung und die Kontakte bleiben gering“, betont Günter Wehning. Und das an einem Schultag.

Für viele Kinder ist der Besuch des Nikolauses ein Höhepunkt in der vorweihnachtlichen Zeit. Diese Erlebnis bekommen die Kinder in Südlohn und Oeding auch in diesem Jahr geboten – trotz der Absage der Umzüge.
Für viele Kinder ist der Besuch des Nikolauses ein Höhepunkt in der vorweihnachtlichen Zeit. Diese Erlebnis bekommen die Kinder in Südlohn und Oeding auch in diesem Jahr geboten – trotz der Absage der Umzüge. © Katrin Sarholz © Katrin Sarholz

Die Südlohner Kinder, die nicht in einen hiesigen Kindergarten oder in die St.-Vitus-Schule gehen, haben die Möglichkeit, mit ihren Laternen am Montag von 16 bis 17.30 Uhr zum Pfarrheim St. Vitus zu kommen, um vor dem Haus ihre Tüte in Empfang zu nehmen.

„Eingeladen sind alle Kinder bis zur vierten Klasse, die noch keine Tüte bekommen haben – vor allem aber die ganz kleinen Kinder“, so Wehning. Vor dem Pfarrheim stehen dann Nikolaus und Knecht Ruprecht und verteilen die Gaben. „So ist gewährleistet, dass alle Kinder bis zur Grundschule eine Tüte bekommen“, ergänzt Wehning.

Wichtig: Um die Nachhaltigkeit zu unterstreichen, werden die süßen Sachen wieder in Jutebeutel gepackt. Darin enthalten ist wieder ein vom Eiscafé San Remo gesponserter Gutschein über ein Eis. „Die Beutel können gerne zurückgegeben werden, damit sie im nächsten Jahr wiederverwendet werden können“, berichtet Günter Wehning. An die 1400 Gaben sind es wieder in Südlohn.

Tüten werden auf dem Vorplatz des Feuerwehrhauses verteilt

Auf gut 800 kommt man im Ortsteil Oeding. Dafür waren rund 40 Feuerwehrkameraden wieder im Vorfeld im Einsatz, um Spenden zu sammeln. Verteilt werden sie am traditionellen Umzugstag (5. Dezember). Ab 16.45 Uhr können sich die Oedinger Kinder dann vor dem Feuerwehrhaus eine Tüte abholen.

„Auf dem Vorplatz werden dann auch der Nikolaus und Knecht Ruprecht zugegen sein und die Kinder begrüßen“, sagt Friedhelm Tummel. Man überlege, vielleicht eine Bühne aufzubauen, damit auch alle Kinder einen guten Blick erhalten können. „Persönliche Kontakte sind ja leider nicht möglich“, so Tummel. Um für eine gewisse Entzerrung zu sorgen, werde man auch bis 20 Uhr Tüten ausgeben.

Da der Vorplatz weiträumig ist, könnten dort die nötigen Abstände eingehalten werden, berichtet Friedhelm Tummel. Die Feuerwehrkameraden werden sich selbst bei der Organisation einbringen. Und der Löschzug hat eine Überraschung parat: Auch in diesem Jahr wird der Nikolaus wieder extra aus Hamburg anreisen. „Das, obwohl es keinen großen Umzug gibt. Eine besondere Wertschätzung für alle, die sich für diese Sache einsetzen“, freut sich Tummel. Er freue sich bereits wieder auf die Kinder.

Viel mehr wollen Günter Wehning und Friedhelm Tummel noch nicht verraten, Details zu Organisation und Ablauf werden weiter abgestimmt. Markus Lask betont noch einmal, dass man dankbar sei, auf Organisatoren setzen können, die sich so flexibel für die Kinder engagierten.

Schon 2020 waren die Umzüge coronabedingt ausgefallen. Da seinerzeit die Kontaktbeschränkungen das Sammeln der Spenden für die Tüten durch die Ehrenamtlichen in Südlohn und Oeding nicht zugelassen hatten, hatte die Gemeinde die Tütenaktion finanziell unterstützt.

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