Kindergärten fehlt mindestens eine Gruppe

Neubau ist eine Option

Braucht die Gemeinde einen neuen Kindergarten mit zwei Gruppen? - Der Bedarf dafür könnte sich durch die Zuweisung von weiteren Flüchtlingsfamilien mit Kindern ergeben. Das ist der Sitzungsunterlage für die nächste Ratssitzung zu entnehmen.

SÜDLOHN

, 16.10.2016, 17:16 Uhr / Lesedauer: 2 min
Kindergärten fehlt mindestens eine Gruppe

Der Rat überlegt in seiner nächsten Sitzung, ob ein weiterer Kindergarten im Ortsteil Südlohn gebaut werden soll.

Dann geht es um die Betreuungsdedarfsplanung für Kindertageseinrichtungen in Südlohn und Oeding. In Vorbereitung der Sitzung hat es Anfang September im Rathaus ein Gespräch mit einem Vertreter des Kreisjugendamtes und der Zentralrendantur der katholischen Kirchengemeinde gegeben. Letztere ist Träger aller fünf Kindergärten in den beiden Ortsteilen.

Bei dem Gespräch ist herausgekommen, dass es im Ortsteil Südlohn Bedarf für eine Betreuungsgruppe für unter dreijährige Kinder gibt. Diese zusätzliche Gruppe soll möglicherweise im Kindergarten St. Martin an der Windthorststraße eingerichtet werden. In dem Gespräch ging es schon konkret um den bedarfsgerechten Ausbau des Kindergartens und um dessen Erweiterung. Diese sollte möglichst schon bis zum 1. August 2017 realisiert sein.

Viele Flüchtlingskinder

Doch damit nicht genug: Bis Mitte Oktober wurden der Gemeinde rund 100 Personen aus Flüchtlingsfamilien zugewiesen. Der Verwaltungsvorlage ist zu entnehmen, dass darunter auch 18 Kinder im Alter bis sechs Jahre sind. "Mit weiteren Zuweisungen ist zu rechnen", schreibt Bürgermeister Christian Vedder in seiner Vorlage für den Gemeinderat.

Das aber würde das angedachte Konzept einer eingruppigen Erweiterung des St.-Martin-Kindergartens schon ins Wanken bringen. "Eine Erweiterung des St.-Martin-Kindergartens ist nur dann sinnvoll, wenn der absehbare Betreuungsbedarf sich auf eine Gruppe be-schränkt", schreibt die Verwaltung.

Ob das ausreicht, darüber will der Kreis in der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch, 26. Oktober, ab 18 Uhr im Sitzungssaal des Oedinger Rathauses an der Winterswyker Straße 1 Auskunft geben. Bis dahin sollen konkrete Bedarfszahlen für die nächsten Jahre vorliegen.

Die Verwaltung geht davon aus, dass eine Erweiterung um mehr als eine Gruppe am Standort des St.-Martin-Kindergartens nicht möglich ist. Bei einem Betreuungsbedarf beziehungsweise einer Erweiterung um zwei Gruppen müsste ein ausreichend großes Grundstück und ein Trägersuchverfahren gestartet werden, kündigt die Verwaltung an, dann von einer Erweiterung des Kindergartens an der Windthorststraße Abstand zu nehmen. Vielmehr geht die Verwaltung dann von einem neuen Standort für die zweigruppige Kindertageseinrichtung aus und auch von einem anderen Träger als der katholischen Kirchengemeinde. Für die Trägerschaft eines weiteren Kindergartens in der Gemeinde werde es wahrscheinlich vom Bistum Münster keine Genehmigung mehr geben, heißt es in der Sitzungsvorlage.

Grundstückssuche läuft

Die Gemeindeverwaltung jedenfalls sondiert bereits, welche Grundstücke für den Neubau eines Kindergartens infrage kämen. Benötigt wird ein Areal von mindestens 1200 Quadratmetern Grundfläche.

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