Kritik an Somit: Der Ärger um den Ausfall des Mittelaltermarkts ist noch nicht verflogen

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Der Mittelaltermarkt in Oeding fällt aus. Das ist klar. Doch der Ärger um die plötzliche Absage schlägt noch einige Wellen. Auch am Somit wird einige Kritik laut.

Südlohn

, 25.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Nach der Absage des Mittelaltermarktes in Oeding und der Berichterstattung darüber hatte sich Organisator Marcus Rehagel noch einmal in unserer Redaktion gemeldet.

Marcus Rehagel organisiert weiter das Terra-Anno-Festival

Zunächst wollte er klarstellen, dass er weiter das Terra-Anno-Festival in Borken organisiert. Er habe sich vom Rest der Organisationsgruppe getrennt, nicht umgekehrt. Das hatte auf der Seite des Festivals anders geklungen. Die Nachricht auf der Facebookseite des Festivals sei ihm bekannt, er könne daran aktuell aber nichts ändern, weil er von den anderen Mitgliedern im Organisationsteam für die Seite gesperrt worden sei.

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Unter anderem deswegen müsse noch einiges geklärt werden. Zu den weiteren Hintergründen der Absage des Marktes in Oeding wollte er da eigentlich nichts mehr sagen. Das machte er dann wenig später bei Facebook.

Fehlendes Banner am Ortseingang soll Schuld an der Absage sein

Hauptgrund für die Absage des Marktes seien demnach die mangelnden Werbemaßnahmen durch die Gemeinde oder besser gesagt durch Südlohn-Oeding-Marketing-Information-Touristik (Somit). Demnach wurde das große Werbeplakat für den Mittelaltermarkt an der Kreuzung Jakobistraße nicht aufgehängt. Die Händler hätten das als Geschäftsverlust gewertet und ihre Teilnahme deswegen abgesagt.

Somit hat Werbung für den Markt gemacht

Das wiederum will Philipp Ellers von Somit so nicht stehen lassen. In der Nachbesprechung zum vergangenen Mittelaltermarkt sei vereinbart worden, dass der Markt komplett in Federführung des Veranstalters laufe, dennoch habe sich Somit in Teilen um das Marketing gekümmert.

„Wir haben Plakate und Flyer drucken lassen und auch die Presseverteiler informiert. Es wurde also geworben“, sagt er. „Die Absage nun an dem einen Banner an der Kreuzung aufzuhängen, halte ich für etwas übertrieben“, fügt Philipp Ellers noch hinzu. Auch habe er eine Woche vor der Absage noch mit dem Veranstalter telefoniert. In diesem Gespräch sei alles noch in Ordnung gewesen. Allerdings räumt er ein, dass es versäumt wurde, das Banner früher aufzuhängen.

Der Somit muss sich online aber auch einige Kritik gefallen lassen: Eine Nutzerin schreibt dort, dass der Verein nach der jahrelangen Arbeit in und für die Gemeinde eigentlich viel bekannter sein müsse und sich stärker engagieren müsse. Von „Schlafmützenverein“ ist dort die Rede.

Diskussion beendet, aber der Markt soll eine Zukunft haben

Marcus Rehagel hat die Diskussion für sich beendet. Rund um Südlohn werde er jedenfalls keine Aufgaben mehr übernehmen. Das bedeutet jedoch nicht, dass es in Zukunft keinen Mittelaltermarkt in Oeding mehr geben wird. „Wir führen aktuell schon hinter den Kulissen die ersten Gespräche – allerdings mit einem anderen Veranstalter“, erklärt Somit-Geschäftsführer Philipp Ellers.

Auch er möchte nun einen Schlussstrich unter die Diskussionen ziehen. „Ich blicke nach vorn auf die Herbstmeile und das Ersatzprogramm“, sagt er im Gespräch mit unserer Redaktion.

Herbst-Meile steht am Sonntag von 13 bis 18 Uhr an

Die Herbst-Meile öffent am Sonntag, 27. Oktober, ihre Pforten. Auf dem Rathausvorplatz beginnt um 13 Uhr der Familientrödelmarkt. Dort wird auch eine Hüpfburg aufgebaut. Das Jugendwerk bietet Kinderschminken an. Die Jugendfeuerwehr Südlohn hat ein spontanes Programm auf die Beine gestellt. Auch das Bürgerhaus vom Heimatverein Oeding ist am Sonntag geöffnet. Von 13 bis 18 Uhr sind auch die Geschäfte zum verkaufsoffenen Sonntag geöffnet.

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