Letzter Schliff für die Weihnachtspredigt

Pfarrer Stefan Scho

SÜDLOHN „Fürchtet Euch nicht, denn ich verkünde Euch eine große Freude, die dem ganzen Volk zuteil werden soll: Heute ist Euch in der Stadt Davids der Retter geboren“, so steht es im Lukasevangelium geschrieben. Jedes Jahr aufs Neue liest sich Pfarrer Stefan Scho die Weihnachtsgeschichte durch – immer noch mit großer Begeisterung.

von von Melanie Steur

, 22.12.2009, 16:16 Uhr / Lesedauer: 2 min

Trotzdem, Stefan Scho erinnert sich noch gut an die Feierlichkeiten im Elternhaus. „Ich muss ungefähr sechs Jahre alt gewesen sein, als ich eine Eisenbahn geschenkt bekommen habe“, erzählt er. Sie seien eine große Familie gewesen, zehn Personen, und er war der Jüngste. Die Familie versammelte sich vor dem Wohnzimmer während der Vater drinnen die Kerzen am Tannenbaum anzündete. Eine Glocke ertönte und alle betraten gemeinsam den Raum. „Ich glaube meine Tante hat die Glocke immer geläutet“, sagt Scho, „ich müsste sie mal fragen, ob sie die noch hat.“ Die Familie nahm Platz und packte die Geschenke aus.

Auch wenn jetzt als Erwachsener alles ganz anders ist, „jedes Weihnachtsfest ist auf seine Weise schön“, findet Scho. Am morgigen Heilig Abend steht als erstes der Kindergottesdienst in Oeding an. „Essen werde ich mit den Schwestern des Franziskanerordens.“ Anschließend werden sich alle unter den Weihnachtsbaum setzen, Geschichten vorlesen und gemeinsam Lieder singen. Später am Abend wird sich der Pfarrer auf den Weg in die St. Vitus-Kirche machen, um mit der Gemeinde die Christmette zu feiern. „Selbst wenn ich an Heilig Abend allein wäre, könnte ich jederzeit an den Türen in der Gemeinde klingeln und jeder würde mich hereinbitten“, davon ist Scho überzeugt. In seinem Büro stehen seit Dienstag die Krippenfiguren der heiligen drei Könige. „Sie werden mich in den kommenden Tagen begleiten, ehe sie kurz nach Weihnachten beim Jesuskind ankommen.“ Die Weihnachtsgrüße des Pfarrers an die älteren Gemeindemitglieder sind längst rausgeschickt – in diesem Jahr waren es um die 400. „Die Predigten bekommen ihren letzten Schliff und Haus und Wohnung sind geschmückt.“ Jetzt kann es Weihnachten werden.

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