Maik van de Sand setzt im Wahlkampf auf den Dialog und Bodenständigkeit

rnKommunalwahl 2020

Maik van de Sand möchte Bürgermeister von Südlohn und Oeding werden. Die heiße Phase des Wahlkampfes ist angelaufen. Wir haben ihn auf einen Wahlkampftermin begleitet.

Südlohn

, 05.08.2020, 18:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Poloshirt, Jeans und Turnschuhe – Bürgermeisterkandidat Maik van de Sand bestreitet am Dienstagabend (4. August) den Wahlkampf in ganz legerer Kleidung. „So bin ich eben. Ich schmeiße mich doch hier nicht in einen Anzug“, sagt van de Sand, ehe er mit sechs Mitgliedern der „WSO – Offene Einwohnerbeteiligung“ durch die Tür beim Südlohner Mittelstandsunternehmen Sparwel verschwindet. Wir haben den Bürgermeisterkandidaten an diesem Abend begleitet.

Dass Maik van de Sand jetzt in der heißen Phase des Wahlkampfes vor der Kommunalwahl viel auf Achse ist, liegt auf der Hand. Doch potenzielle Wähler einfach voll quatschen, ist offenkundig nicht sein Ding. Geduldig, mit einem Lächeln auf den Lippen, hört Maik van de Sand den Ausführungen von Geschäftsführer Ralf Sparwel während der Führung durch das Unternehmen zu.

Ein Gespräch auf Augenhöhe

Immer mal wieder stellt der Bürgermeisterkandidat Nachfragen. „Einfach, weil mich die Dinge interessieren. Wann bekommt man schon mal solche Einblicke in die Handwerksbranche?“, erklärt van de Sand im Nachgang. Dass die Firma Sparwel Ziel am Dienstagabend war, hängt auch damit zusammen, dass sich van de Sand und Geschäftsführer kennen. Man ist per „Du“.

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Das Interesse van de Sands an der lokalen Wirtschaft und den vorhandenen kleinen sowie größeren Problemen scheint nicht gespielt. Bodenständig und authentisch wirkt das Gespräch zwischen ihm und Geschäftsführer Ralf Sparwel. Und van de Sand schreckt nicht davor zurück, sich Fachwörter erklären zu lassen oder auf Fragen mit „Das weiß ich gar nicht“ zu antworten.

Austausch ist eine Chance für beide Seiten

Es ist eine Chance für beide Seiten – Politiker und Geschäftsführer. Das wird im Gespräch schnell deutlich. Austausch ist das Stichwort. Wobei das, so betont es Maik van de Sand, für alle WSO-Mitglieder gilt. Denn während der Bürgermeisterkandidat bereits auf zehn Jahre Ratstätigkeit zurückblicken kann, sind praktisch alle aus seinem Team politische Neueinsteiger.

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„Ich möchte zwar Bürgermeister werden, aber wir als Team möchten Südlohn und Oeding voranbringen“, sagt Maik van de Sand. Und was sagt Geschäftsführer Ralf Sparwel zum Politikbesuch? „Mich freut es, dass die Politik hier aufschlägt, zuhört und hoffentlich etwas mitnimmt.“

Antwort kommt wie aus der Pistole geschossen

Auffällig an dem gut zweistündigen Besuch: Mehr und mehr entwickelt sich das Gespräch in einen offenen Austausch mit etwa gleichen Redeanteilen. Dabei geht es auch um konkrete lokalpolitische Themen in Südlohn und Oeding. Ein Stichwort: Schulcontainer.

Maik van de Sand (4. v. l) und "sein" Team lauschen den Ausführungen von Ralf Sparwel im Showroom des gleichnamigen Unternehmens.

Maik van de Sand (4. v. l) und "sein" Team lauschen den Ausführungen von Ralf Sparwel im Showroom des gleichnamigen Unternehmens. © Till Goerke


Interessant war auch die Antwort van de Sands auf die Frage Ralf Sparwels, was denn das konkrete Ziel der WSO sei. „Wir möchten die Bevölkerung miteinbeziehen, und Fachwissen in die Ausschüsse bekommen, damit diese Fachausschüsse heißen können.“ Übrigens eine Antwort, die bei van de Sand wie aus der Pistole geschossen kam.

Kampfansagen gibt es keine

Wer Kampfansagen vom Bürgermeisterkandidaten erwartet hätte, der wurde eines besseren belehrt. Zuhören und Austauschen, darum ging es Maik van de Sand. Nicht mehr und nicht weniger. Dass dies auf Augenhöhe und nicht von oben herab erfolgt, wurde an diesem Abend deutlich.

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„Ich habe hier unglaublich viel mitgenommen“, sagt Maik van de Sand im Nachgang. Aber das gelte für das gesamte Team. Und eine Verschnaufpause gibt es auch nicht. Schon am Mittwoch standen der Wahlbezirk fünf und ein Besuch beim Angelsportverein auf dem Programm. Donnerstag soll der Spielmannzug Südlohn folgen. „Man kann gar nicht genug miteinander sprechen“, stellt van de Sand klar.

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