Vom Kreisverkehr an der Robert-Bosch-Straße bis zur Borkener Straße (im Hintergrund) würde die Gemeinde gerne schrittweise landwirtschaftliche Fläche in Fläche für Gewerbe umwandeln. Die planerischen Schritte sind eingeleitet, die Gemeinde verhandelt, um die Flächen zu erwerben. © Markus Gehring
Gewerbegebiete in Südlohn

Mehr Fläche für Unternehmen in Südlohn: Gemeinderat stellt Weichen

Der Gemeinderat hat in seiner jüngsten Sitzung die Weichen für mehr Gewerbeflächen in Südlohn gestellt. Es geht vor allem um Grundstücke an der Robert-Bosch-Straße, die überplant werden sollen.

Es gibt kaum noch Flächen in Südlohn und Oeding, auf denen sich Unternehmen ansiedeln oder erweitern könnten. Der Gemeinderat hat jetzt planerische Schritte in die Wege geleitet, um Abhilfe zu schaffen. Bisher landwirtschaftliche Flächen sollen in Gewerbefläche umgewandelt werden.

Die Flächen westlich des bestehenden Gewerbegebiets „Trimbach“ und nördlich des Gewerbe- und Industriegebietes „Pingelerhook III“ sollen überplant werden, um in Zukunft Unternehmen zur Verfügung zu stehen. Die Kommunalpolitiker fassten in der jüngsten Ratssitzung die Beschlüsse, die die dafür notwendigen Bauleitplanverfahren ändern oder in Gang setzen sollen.

In Südlohn geht es um Flächen beidseitig entlang der Robert-Bosch-Straße.

Das Städtebauliche Entwicklungskonzept aus dem Jahr 2003 sieht vor, das Gewerbegebiet dort schrittweise nach Westen bis zur L 572 (alte B70, Borkener Straße) auszudehnen. Aktuell geht es um Flächen nördlich und südlich der Robert-Bosch-Straße (jeweils rund ein Hektar) und eine 2,7 Hektar große Fläche im Südosten der Straße. „Wir verhandeln“, antwortete Bürgermeister Christian Vedder die Frage von Barbara Seidensticker-Beining (SPD) in der Ratssitzung, ob die Gemeinde schon in Besitz der Flächen sei.

Bezirksregierung bestimmt über Flächennutzungsplan

Des Weiteren beschloss der Rat, eine Änderung des Flächennutzungsplans auch für vier Hektar südlich des Gewerbegebiets Trimbach zu beantragen. Um Wiesen und Äcker in „gewerbliche Baufläche“, also Flächen für Gewerbe- und Industriebetriebe, umzuwandeln, muss der jeweils gültige Flächennutzungsplan geändert werden. Darüber bestimmt aber nicht die Gemeinde, sondern die Bezirksregierung Münster, die für das Land NRW die Landesplanung im Auge behält.

„Es besteht weiterhin Nachfrage sowohl von ortsansässigen Gewerbetreibenden aus auch von auswärtigen Interessenten“, formulierte es die Gemeindeverwaltung in Richtung Bezirksregierung.

Die Gemeinde muss für die Bereiche jeweils Bebauungspläne aufstellen, so fasste der Rat in der vergangenen Sitzung Aufstellungsbeschlüsse für die zweite Änderung und Erweiterung des Bebauungsplans Gewerbegebiet Trimbach“ und einen Aufstellungsbeschluss für den Bebauungsplan „Gewerbe- und Industriegebiet Trimbach/Osselerhorst“. Dort müsse auch noch ein Grundstück eingezogen werden, teilte Bauamtsleiter Dirk Vahlmann in der Ratssitzung auf Anfrage mit, es handele sich um eine Straßenfläche.

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Anne Winter-Weckenbrock