Menke-Mühle wird zu neuem Leben erweckt

Mühlentag

SÜDLOHN Stoßstange an Stoßstange werden sich die Wagen der Besucher am Pfingstmontag, 1. Juni, wohl wieder aneinander reihen, wenn die alte Südlohner Mühle aus dem 19. Jahrhundert anlässlich des 16. Deutschen Mühlentags wieder ihre Pforten öffnet.

von Von Katrin Herbers

, 28.05.2009, 16:11 Uhr / Lesedauer: 1 min
Mühlenbesitzerin Maria Menke freut sich mit ihren Helfern auf viele Besucher.

Mühlenbesitzerin Maria Menke freut sich mit ihren Helfern auf viele Besucher.

Weit über 1000 Wind- und Wassermühlen nehmen an der bundesweiten Aktion der "Deutschen Gesellschaft für Mühlenkunde und Mühlenerhaltung (DGM) e.V." teil. Maria Menke war von Anfang an dabei. Die Vorbereitungen in der Windmühlenstraße 4 laufen auf Hochtouren. Das bewährte Team, bestehend aus Maria Menke, Fritz Tropper und Dieter Gehling, hat alle wichtigen Maschinen wie Getreidespitz- und Schälmaschine und Doppelwalzenstuhl abgeschmiert und zur Probe laufen lassen. Schließlich soll am Montag alles funktionieren, damit die Besucher die alte, damals hochmoderne Technik hautnah erleben können. "Ich bin sicher, dass sie wie immer durchhalten wird", ist Maria Menke zuversichtlich. Ob ein Aufstieg in den Mühlenturm, ein Gang durch die Sägemühle oder das Beobachten eines Mahlgangs - in jedem Fall gibt es viel zu sehen. Die Südlohnerin freut sich auf zahlreiche Gäste: "Würde ich die Mühle nur für mich erhalten, würde es nicht so viel Spaß machen", ist sie überzeugt. Und es lohnt sich: Denn die Mühle in der Grenzgemeinde ist ein ganz besonderes Schmuckstück in Westfalen: "Von Wind- über Dampf- bis zu Dieselkraft sind alle Entwicklungsstufen zum Antrieb und zur Energiegewinnung nachvollziehbar. Das gibt es nirgends." Erst kürzlich waren holländische Mühlenfreunde zu Gast. Ihr Fazit: "Was wir hier zu sehen bekommen haben, haben wir im Leben noch nicht gesehen." Geöffnet ist die Mühle am Pfingsmontag von 10 bis 18 Uhr.

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