Mit Höchstgeschwindigkeit durch das Internet

Baugebiet Eschke

Schnelles Internet ist längst noch keine Selbstverständlichkeit. Doch immer mehr Menschen legen Wert auf einen so genannten Highspeed-Anschluss (übersetzt etwa Höchstgeschwindigkeit). Daher wird vielerorts der Glasfaser-Ausbau voran getrieben - so wie im Südlohner Neubaugebiet Eschlohner Esch.

SÜDLOHN

, 21.04.2015, 17:54 Uhr / Lesedauer: 1 min
Wollen im Neubaugebiet noch mehr Anwohner für das Glasfasernetz begeistern (v.l.): Christian Vedder, Alfred Kramer, Nils Waning, Gerd Gevering und Josef Böing.

Wollen im Neubaugebiet noch mehr Anwohner für das Glasfasernetz begeistern (v.l.): Christian Vedder, Alfred Kramer, Nils Waning, Gerd Gevering und Josef Böing.

"Hier sollte jetzt die Chance genutzt werden. Da die Oberflächen der Straßen noch nicht fertig sind, ist der Aufwand momentan geringer und die Kosten sind niedriger", sagt Alfred Kramer, Geschäftsführer der SVS-Versorgungsbetriebe Stadtlohn.

Bereits 45 Prozent der Anwohner der 106 Bauplätze haben sich für einen Glasfaseranschluss entschieden - für Bürgermeister Christian Vedder eine sehr gute Nachfrage: "Schon bei der ersten Anwohnerversammlung zum Thema war das Interesse groß.

Einmalige Anschlusskosten

Und auch Nachbarorte haben bereits ihr Interesse bekundet, als sie das Vorhaben im Eschlohner Esch mitbekommen haben." Neben den beiden Gewerbegebieten ist das Neubaugebiet bisher das einzige seiner Art in Südlohn, bei dem die Kabel direkt bis zu den Kunden verlegt werden.

Wer an das Netz angeschlossen werden möchte, zahlt einmalig 100 Euro und danach je nach bestellter Leistung monatlich ab 40 Euro für Telefon und Internet, wie Nils Waning, Geschäftsführer der Vredener Firma Epcan, erklärt: "Die einmaligen Anschlusskosten können so niedrig gehalten werden, da die Gebühr subventioniert wird, etwa über die Einnahmen der Erträge, die im Laufe der Jahre reinkommen." Bürgermeister Vedder betont zudem, dass kein Cent aus öffentlichen Mitteln stammt.

Glasfaserkabel im Leerrohr

Geplant wurde das Vorhaben dabei von langer Hand. So haben die Grundstücke mit Baubeginn nach dem 1. April 2009 bereits ein Leerrohr für einen möglichen späteren Anschluss gelegt bekommen. "Die Fasern von rund 40 Häusern enden schließlich in einem Sammelschrank. Von dort aus werden die Glasfaserkabel eingeblasen. Zu jedem Haus werden insgesamt zwei Fasern rangiert", so Josef Böing vom Bereich Planung und Bau Glasfasernetz des SVS-Versorgungsbetriebs.

Geplant ist, dass die ersten Haushalte bereits Ende Juli mit fertigen Anschlüssen versorgt sind. Danach folgen weitere Abschnitte.

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