Nachwuchs erfreut mit Klangvielfalt

Konzert der Jugendorchester

Das Gemeinschaftskonzert der Jugendorchester aus Südlohn, Raesfeld, Velen und Heiden bescherte dem Publikum einen beschwingten Nachmittag. Teilweise bebte sogar der Boden.

Oeding

, 05.12.2018, 05:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Die Jakobihalle war gut gefüllt beim Gemeinschaftskonzert der Jugendorchester.

Die Jakobihalle war gut gefüllt beim Gemeinschaftskonzert der Jugendorchester. © Katrin Sarholz

Seit vielen Jahren findet das Gemeinschaftskonzert der Jugendorchester immer in wechselnden Orten statt. Dieses Jahr durfte Südlohn Gastgeber sein. Die Jakobihalle war am Sonntag gut gefüllt, als das Jugendorchester der Musikkapelle Südlohn unter der Leitung von Daniel Bengford mit „Nessaja“ aus Peter Maffays „Tabaluga“ dem Publikum einen schwungvollen Auftakt bescherte.

Das Jugendorchester Raesfeld setzte einen klassischen Kontrapunkt mit der Ouverture „die Forelle“ von Franz Schubert, während das Jugendorchester Heiden die Zuhörer auf die Shackleford Banks entführte und mit Flötensolo und Trompeten die Westernromantik dieser Insel vor North Carolina mit ihren Wildpferden in den Saal holte. Auch das Jugendorchester Velen zeigte mit seinem ersten Stück „Ammerland“ von Jacob de Haan eine strahlend schöne musikalische Landschaftsbeschreibung.

„Kreativ und besonders“

Als „kreativ und besonders“ beschrieb Moderatorin Judith Funke das nächste Stück des Raesfelder Orchesters. August Reimerink führte das Orchester gekonnt durch die asiatischen Klänge der „Asian folk Rhapsody“ mit viel Dynamik und Taktwechseln. Des Weiteren ließen die Raesfelder noch ein peppiges Beatles-Medley hören und rockten den Saal mit dem Hit „Seven Nation Army“ von der Band „White Stripes“.

Die Südlohner Musiker ließen mit „Highlights from Cats“ die bekannten Melodien des Musicals wieder aufleben und zeigten noch einmal ihr ganzes Können mit Hans Zimmers Filmmusik zu dem Kinostreifen „Backdraft – Männer die durchs Feuer gehen“.

Auch das Jugendorchester der Musikkapelle Südlohn mit Leiter Daniel Bengford wirkte mit.

Auch das Jugendorchester der Musikkapelle Südlohn mit Leiter Daniel Bengford wirkte mit. © Katrin Sarholz

Wenn es in der Geschichte schon um Feuerwehrmänner geht, die gegen einen Brandstifter in den eigenen Reihen kämpfen, lässt sich erahnen, dass die Jugendkapelle mit der preisgekrönten Musik den Boden zum Beben brachten.

An Dramatik konnte auch das Velener Jugendorchester mithalten. Es führte unter der Leitung von Heiner Niehaves „Die Schlacht bei Varlar“ von Rob Groorhuis auf. Der Marsch und das Kampfgetümmel mit Schlagzeugsolo hinterließen beim Publikum großen Eindruck, ebenso wie „The Legends of Soul“, bei dem die Velener den Rhythm- and-Blues der Schwarzen Popmusik hören ließen.

Mythenwelt der Indianer

Auch die Heidener hatten Filmmusik im Gepäck. „Highlights from Brother Bear“ – „Bärenbrüder“ und „Music from Cars“. Beides Arrangements von Paul Murtha, mit denen sie die Zuhörer in die Mythenwelt der Indianer und in eine Kleinstadt an der Route 66 entführten. Mit „Baba’s Reggae Rock“ von Kurt Gäble beendete das Jugendorchester Heiden das Konzert und Leiter Ralf Schmittkamp animierte dabei das Publikum zum Mitklatschen. Mit großem Applaus bedankte sich das Publikum bei den Orchestern. Das nächste Konzert dieser Art wird nächstes Jahr in Velen stattfinden.

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