Neuer Lebensmittelmarkt „Am Großen Busch“ in Südlohn geplant

rnEhemaliger Lidl-Markt

Auf dem Gelände des ehemaligen Lidl-Marktes „Am Großen Busch“ möchte der neue Eigentümer wieder einen neuen Lebensmittelmarkt eröffnen. Doch es gibt einige Hürden.

Südlohn

, 17.09.2019, 19:00 Uhr / Lesedauer: 1 min

Seit mehr als drei Jahren steht das Supermarkt-Gebäude „Am Großen Busch“ leer. Im August 2016 hat der Lidl-Markt seine Türen geschlossen – ersatzlos. Jetzt könnte hier ein neuer Lebensmittelmarkt entstehen.

Das geht aus den Vorlagen für die Ratssitzung am Mittwoch, 18. September, hervor. Darin heißt es, dass die Immobilie des ehemaligen Lidl-Marktes verkauft wurde. Der neue Eigentümer plant demnach, die bestehenden Gebäude komplett abzureißen und auf dem Grundstück einen neuen Lebensmittelmarkt zu bauen.

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Um welche Kette es sich handelt, steht nicht in den öffentlichen Unterlagen. Im Frühjahr hatte unsere Redaktion jedoch bereits zu dem Thema recherchiert. Damals stand ein möglicher Umzug des Edeka-Marktes im Raum, offiziell wollte sich jedoch niemand dazu äußern.

Konzept wird im nicht-öffentlichen Teil vorgestellt

Jetzt wird im nicht-öffentlichen Teil der Ratssitzung am Mittwoch das Konzeptes eines Einzelhandelsunternehmens vorgestellt. Die Politiker werden also vermutlich über die genauen Ideen des neuen Eigentümers informiert, bevor sie danach im öffentlichen Teil in zwei weiteren Tagesordnungspunkten darüber beraten.

Für das Vorhaben ist nämlich zum einen eine Änderung des Flächennutzungsplanes erforderlich. Laut Vorlage wurde das Verfahren bereits bei der Ansiedlung des Lidl-Marktes begonnen, aber nicht zu Ende geführt. Weil sich seitdem „die Rechtslage wesentlich verändert hat“, soll das Verfahren nicht fortgeführt, sondern ein komplett neues eingeleitet werden.

Vorhabenbezogener Bebauungsplan notwendig

Die Verwaltung der Gemeinde Südlohn schreibt in der Sitzungsvorlage, dass aus einer „Fläche für die Landwirtschaft“ ein „Sondergebiet Lebensmittel“ werden soll. Die betroffene Fläche ist rund 0,8 Hektar groß.

Parallel dazu ist auch ein vorhabenbezogener Bebauungsplan notwendig. Das heißt, dass der Neubau nach dem geltenden Bebauungsplan für das Gebiet nicht zulässig wäre. Deswegen soll der Rat am Mittwoch einen Aufstellungsbeschluss fassen.

Themen in der Ratssitzung

  • Die Ratssitzung am Mittwoch, 18. September, beginnt um 17.30 Uhr mit einem nicht-öffentlichen Teil. Danach startet der öffentliche Teil im Sitzungssaal im Rathaus.
  • Ein großes Thema wird die Ausweisung von Konzentrationszonen für Windenergienutzung sein. Es werden Stellungnahmen vorgestellt, laut denen die Überarbeitung eines Gutachtens zum Thema Windenergie notwendig wäre.
  • Der Kämmerer wird den Jahresabschluss für das Jahr 2018 vorstellen.
  • Beraten wird über notwendige Sanierungsarbeiten am Haus Lohn und der Evangelischen Johannes-Kirche in Oeding.
  • Die UWG-Fraktion hat verkehrsberuhigte Maßnahmen an der Kreuzung Winterswyker Straße/Heckenweg/Friedhofsallee beantragt.
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