Neuer Pastoralplan der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus

Die Wünsche der Gläubigen

Ein neuer Pastoralplan soll künftig dabei helfen, die Geschicke der Gemeinde zu lenken. Welche Gedanken man sich in der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus gemacht hat, haben Klaus Bous vom Pfarreirat und Pfarrer Stefan Scho erläutert.

SÜDLOHN

, 03.12.2015, 00:00 Uhr / Lesedauer: 2 min
Neuer Pastoralplan der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus

Klaus Bous vom Pfarreirat (l.) und Pfarrer Stefan Scho haben den neuen Pastoralplan für die Kirchengemeinden St. Vitus und St. Jakobus vorgestellt. Mit den Ideen will man in die Vereine und Verbände gehen.

Der Plan dient dazu, "noch genauer wahrzunehmen, was Menschen bewegt, was sie von der Kirche erwarten und was sie an ihr kritisieren", heißt es dazu auf den Seiten des Bistums Münster. Das Bistum hat einen Pastoralplan auf Ebene der Diözese erarbeitet und die Gemeinden gebeten, es unter dem Motto "Sehen - Urteilen - Handeln" auf Gemeindeebene gleich zu tun. In Südlohn haben seither Pfarrer und Pfarreirat intensiv miteinander gearbeitet, um ein neues Leitbild für die Gemeinde zu erstellen.

Bedürfnisse der Gemeindemitglieder 

Dabei standen die Bedürfnisse der Gemeindemitglieder und Mitmenschen im Vordergrund. Bereits im vergangenen November wurde im Internet eine Befragung geschaltet, mit deren Hilfe man heraus finden wollte, was besonders gut funktioniert und was verbesserungswürdig ist. "Wir wollten ergründen, was die Gemeinde von uns und vom Pfarreirat erwartet und wo wir ansetzen können", so Pfarrer Scho.

Die Gemeinschaft in der Kirche fördern und stärken, Menschen begleiten, und vor allem jünger sein sind dabei Dinge, die vordergründig umgesetzt werden sollen und die in einem neuen Leitsatz vereint sind: "Wir wollen begeistert über Generationen und Kulturen hinweg gemeinsam glauben, feiern und leben, damit unsere Kirchengemeinde - in zwei Ortsteilen - im Glauben lebendig ist". Der neue Leitsatz der katholischen Kirchengemeinde St. Vitus und St. Jakobus ist lang. "Er drückt aber genau das aus, was wir glauben und umsetzen wollen", sagt Klaus Bous vom Pfarreirat.

Wünsche der Gemeinde

Mit dieser Erarbeitung reagiert die Kirche ganz direkt auf die Wünsche ihrer Gemeinde. Die Menschen wünschten sich einen engeren und persönlicheren Kontakt zur Gemeinde, es sollten mehr Hausbesuche gemacht werden. Dafür müsste nicht immer unbedingt der Pfarrer persönlich kommen. Generell solle es eine größere Vernetzung von Vereinen und Verbänden geben. Und eine der Forderungen war, mehr für die Jugend zu tun.

Mit diesen Anliegen möchten Bous und Scho, die Ratsmitglieder und alle Verantwortlichen in die Vereine und Verbände aus Südlohn und Oeding gehen, um eine stärke Zusammenarbeit langfristig zu etablieren. Beispielsweise bei Veranstaltungen oder Angeboten wie Treffen und Aktionen. "Dabei soll aber niemand seine eigene Identität verlieren", versicherte Scho, dass es nicht darum ginge, die individuellen Institutionen "einfach zusammen zu schmeißen, sondern mehr zu vernetzen". Die Einmaligkeit beider Ortsteile solle erhalten bleiben.

 

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