Oedinger Ortseinladung

Neuer Glanz für altes Gebäude

Wann und wie sich das ehemalige Genossenschaftsgebäude am Ortseingang von Oeding wieder mit Leben füllt, steht noch in den Sternen. Wer sich jedoch der Ortschaft von Osten her nähert, bekommt künftig einen weitaus lebendigeren Eindruck von Oeding als bislang: Das Gebäude erstrahlt in neuem Glanz.

OEDING

, 29.07.2016, 18:20 Uhr / Lesedauer: 2 min

Schon früher hat Hubert Epping gesagt: "Für mich ist das der Vorgarten von Oeding." Die Kreuzung Jakobistraße/Vredener Straße am östlichen Ortseingang von Oeding sollte einladend wirken - mit gepflegten Grünanlagen und ansehnlichen Bauten. Und damit die Einladung auch rechtzeitig zum Schützenfest steht, hat der Vorsitzende der Bürgerstiftung Südlohn-Oeding das Projekt zu seiner persönlichen Leidenschaft gemacht.

Nutzungsänderung ist nicht so einfach

Die Familie Engering als Eigentümer des Gebäudes zu überzeugen, war nicht problematisch, die gesetzlichen Rahmenbedingungen schon eher: Der Bau, der früher der landwirtschaftlichen Genossenschaft als Lager diente, liegt im Außenbereich. "Es ist jetzt erstmal nur von außen renoviert worden", erklärt Epping. Grund: Eine Nutzungsänderung ist nicht so ohne Weiteres möglich.

Die Renovierung von außen war indes machbar - "jedoch mit der strengen Auflage, die gesamte Struktur des Gebäudes unverändert zu belassen", wie Herbert Lenger von der Bürgerstiftung erläutert. Mit anderen Worten: Rampe und Vortreppe, Tür, Fenster, Dach und Verblender mussten strukturell erhalten bleiben.

"Das Projekt ist für Hubert Epping zu einem persönlichen Hobby geworden", führt Lenger weiter aus. "In den letzten Wochen hat er die Außenhülle des Gebäudes mit tatkräftiger Unterstützung einiger Oedinger und Südlohner Handwerksbetriebe rundum renoviert."

Das Ergebnis kann sich sehen lassen: Nicht nur das Dach, die Fassade und die Vorbauten erstrahlen in neuem Glanz - auch die Außenanlagen wurden mitsamt Pflasterung und Grünanlagen erneuert.

Umgehungsstraße

Über eine neue Nutzung des Gebäudes werden sich die Verantwortlichen wohl frühestens dann wieder Gedanken machen können, wenn das Thema Umgehungsstraße geklärt ist. Das vorrangig erklärte Ziel aber ist erreicht.

Lenger stellt fest: "Das Gebäude stellt einen gelungenen Beitrag zur optischen Aufwertung des Ortseingangsbereiches dar." Epping sei es ein "Herzensanliegen" gewesen, das äußere Erscheinungsbild zu verbessern. Das Ganze sei ohne Überlegungen wirtschaftlicher Natur geschehen, betont er.

Auch Epping beteuert: "Da steckt kein Cent aus der Bürgerstiftung drin." Zwar hatte die Stiftung den Anstoß gegeben, umgesetzt hatte er das Projekt nach anfänglichen Schwierigkeiten dann aber selbst.

Dass das möglich war, verdanke er nicht zuletzt seiner Familie, erklärt Epping. Seine Söhne hätten tatkräftig mit angepackt und seine Frau habe ihm den Rücken freigehalten und sehr viel Geduld bewiesen, betont er.

 

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