Oedinger Spielleute möchten zur Steubenparade

Sonderzuschuss genehmigt

Die Mitglieder des Spielmannszugs Oeding können mit einem Sonderzuschuss der Gemeinde rechnen: Der Kultur- und Sportausschuss hat sich einstimmig dafür ausgesprochen, eine ganz besondere Aktion der Spielleute zu unterstützen.

SÜDLOHN

, 05.12.2016, 18:18 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Gemeinde fördert die Teilnahme des Spielmannszuges an der kommenden Steuben-Parade mit 4600 Euro. Der Beschluss fiel allerdings nur mehrheitlich, obwohl sich im Grundsatz alle Fraktionen einig waren.

Die Differenzen traten im Detail zutage: Die CDU-Fraktion hatte sich dafür ausgesprochen, die Summe im Ganzen als Sonderzuschuss zu bewilligen. Vertreter der anderen Fraktionen hatten jedoch eine andere Rechnung aufgemacht. Dazu ging der Blick weit zurück in die Vergangenheit. Denn die Gemeinde hatte schon einmal einem Verein Mittel für eben diesen Zweck bewilligt - darauf hatte die Verwaltung in ihrer Vorlage hingewiesen: Der Spielmannszug Südlohn war 1985 zur Steuben-Parade in die USA gereist. Der damalige Zuschuss war zweigeteilt geflossen: 40 Prozent wurden als außerplanmäßiger Zuschuss gewährt. Die restlichen 60 Prozent verrechnete die Gemeinde seinerzeit mit den laufenden Beihilfen, gestreckt über einen Zeitraum von drei Jahren.

Gerechte Lösung

"Wir sollten das genauso machen wie damals beim Spielmannszug Südlohn", appellierte Susanne Rickers (Grüne) an die anderen Ausschussmitglieder. Das sei die gerechteste Lösung, weil es dabei auch um die Frage der Gleichbehandlung gehe - unabhängig davon, wie hoch die Förderung in absoluten Zahlen sei.

Genau darauf hatte sich aber der Blick anderer Mitglieder des Ausschusses gerichtet. Der Spielmannszug Südlohn hatte Mitte der 80er Jahre einen Zuschuss von insgesamt 10000 Mark erhalten, wovon 4000 Mark als Sonderzuschuss geflossen waren.

Knappe Mehrheit

"Wir sollten dem Spielmannszug Oeding die 4600 Euro gewähren und keine weitere Verrechnung vornehmen", hatte zunächst Maria Bode-Hedwig (CDU) argumentiert, ehe Susanne Rickers im Laufe der weiteren Debatte mit ihrer Argumentation eine knappe, aber entscheidende Mehrheit von sechs zu fünf Stimmen finden konnte- auch ein CDU-Vertreter im Ausschuss stimmte dafür.

In jedem Fall hat der Spielmannszug Oeding - vorbehaltlich der Bereitstellung der Haushaltsmittel durch den Rat - damit nun Planungssicherheit. Zehn Monate bleiben den Musikern noch Zeit, bis der große Moment gekommen ist: Die "German-American Steuben Parade", wie sie offiziell heißt, zieht am 16. September über die New Yorker Fifth Avenue - ein ganz besonderes Ereignis, denn sie findet 2017 zum 60. Mail statt. Der Umzug erinnert an General Frederick Wilhem von Steuben, der aufseiten von General George Washington ab 1776 für die Unabhängigkeit des Landes kämpfte. Die Parade zeigt gleichzeitig die große Bedeutung deutscher Einwanderer für die USA.

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