Öffentlicher Bücherschrank hat jetzt einen Platz am Rathaus

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Es hat rund drei Jahre vom Antrag bis zur Umsetzung gedauert: Am Rathaus in Oeding wurde am Freitag ein öffentlicher Bücherschrank aufgestellt.

Südlohn

, 05.04.2020, 17:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Was lange währt … Seit Freitagmittag hat die Grenzgemeinde einen öffentlichen Bücherschrank – so einen, wie er in einer ganzen Reihe von Kommunen schon anzutreffen ist und wo er von den Bürgern schon lebhaft genutzt und geschätzt wird.

Der Bücherschrank ist das Ergebnis eines Prozesses, der eine ganze Weile gedauert hat. Barbara Seidensticker-Beining und Marion Wienand sind Patinnen der neuen Einrichtung.

Antrag am 3. Mai 2017 im Ausschuss beraten

Erstere ist Vorsitzende des Ausschusses für Kultur und Sport. In der Ausschuss-Sitzung am 3. Mai 2017 ist der Antrag zur Aufstellung öffentlicher Bücherschränke in beiden Ortsteilen gestellt worden. „Damals haben wir noch an ausgediente Telefonzellen gedacht, in denen wir die Bücher für die Menschen vorhalten wollten“, erinnert Seidensticker-Beining sich. Die haben sich aber als aufwändig und unpraktisch erwiesen.

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Nachdem der Gemeinderat Grünes Licht gegeben hatte, hat Bauamtsleiter Dirk Vahlmann verschiedene Bücher-schrankmuster geprüft. Am Freitagvormittag wurde dann ein Schrank im Innenhof des Rathauses gegenüber vom rückwärtigen Eingang aufgestellt.

Am selben Nachmittag trafen sich die beiden Patinnen dort und begannen mit dem Einräumen. Nun gibt es in dem grauen Metallschrank mit den großen Glasflächen Literatur, die von Krimis über Historienwälzer, einen Bildband über das westliche Münsterland bis zum Yoga-Kurs reicht. Im unteren Regal stehen die Kinderbücher – leicht zu erkennen und ebenso einfach zu entnehmen.

Öffentlicher Bücherschrank hat jetzt einen Platz am Rathaus

Das ist in der Tat das Grundprinzip – das Marion Wienand so überzeugt hat, dass sie auf die Frage, ob sie Patin werden möchte, gleich zugesagt hatte: Alle Bürger der Grenzgemeinde, aber auch alle Gäste von außerhalb, können sich Bücher ihrer Wahl nach Hause oder auf die Bänke nebenan mitnehmen, behalten oder zurückstellen, eigene Literatur, die sie für lesenswert halten, hineinstellen. Und das Ganze, so Barbara Seidensticker-Beining, kostenlos, sieben Tage die Woche, 24 Stunden am Tag.

Sponsoren gesucht

Die beiden Frauen sind froh, dass es nun soweit ist und der Verwaltung dankbar, dass sie es möglich gemacht hat. Dass es erst einmal nur einen Schrank in Oeding gibt, hat finanzielle Gründe und soll kein endgültiger Zustand sein.

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„Wir würden uns freuen, wenn wir für den Südlohner Schrank Sponsoren finden könnten“, sagt Barbara Seidensticker-Beining. Freuen würde sie sich auch, wenn sich noch weitere Paten finden würden, dierund um die Bücherstation nach dem Rechten sehen könnten.

„Wer dabei sein möchte, sollte sich telefonisch beim Bürgerbüro im Rathaus melden“, ermuntert Barbara Seidensticker-Beining, „Die leiten die Anfragen an mich weiter.“

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