Pause in der Südlohner Ortsplanung bringt Zeit für „Tonart“

Musik- und Kulturprojekt

Eine ganze Reihe von offenen Fragen will rund um das Projekt „Tonart“ in Südlohn beantwortet sein. Ein Ratsbeschluss hat Spielraum dafür eröffnet.

Südlohn

, 12.01.2018, 18:39 Uhr / Lesedauer: 2 min
Pause in der Südlohner Ortsplanung bringt Zeit für „Tonart“

Das Postkartenmotiv zeigt die historische Ansicht des ursprünglichen Vereinshauses. Wenn das Projekt „Tonart“ an dieser Stelle in Südlohn entstehen würde, hätte es auch Chancen auf eine Förderung mit Landesmitteln.

Es lebt. Auch wenn im öffentlichen Raum momentan eher Ruhe herrscht um das Projekt „Tonart“ in Südlohn – einem Haus, in dem Vereine und Verbände Platz finden für Musik, Gesang, Tanz, Kunst und Kultur. Denn was jetzt für das Voranbringen dieses Vorhabens erforderlich ist, spielt sich nicht auf der öffentlichen Bühne ab.

Herbert Schlottbom von der Gemeindeverwaltung erläuterte auf Anfrage der Münsterland Zeitung den Stand der Dinge. Dieser hängt unmittelbar zusammen mit dem Integrierten Handlungskonzept: So lange das nicht für beide Ortsteile in ein Gesamtkonzept gegossen ist, bleibt Tonart noch mit in der Warteposition.

Das heißt aber nicht, dass sich die Verantwortlichen nicht damit beschäftigen würden. Denn es gibt noch eine Reihe an offenen Fragen. Die Finanzierung spielt dabei eine zentrale Rolle. Herbert Schlottbom wies darauf hin, dass sich die Bedingungen geändert haben: Die Förderung durchs Land sei nur noch mit 40 Prozent zu kalkulieren. Ursprünglich hatte Aussicht auf 60 Prozent bestanden.

Es kommt auf die Investitionsplanung an

„Das muss in den Blick genommen werden“, wies Herbert Schlottbom auf die Bedeutung der Investitionsplanung hin. Auch die Frage eines wirtschaftlichen Betriebs erfordere eine Antwort, ebenso die nach der Trägerschaft.

Davon losgelöst hatten sich im vergangenen Jahr zwei Möglichkeiten herauskristallisiert. Die kleinere Lösung hatte aber Zweifel ausgelöst, ob die Vielzahl der vorgesehenen Nutzungen darin genug Platz finden kann. So entstand auch eine Optimalvariante. Diese setzt aber voraus, weitere Flächen einzubeziehen: „Dafür müsste man das Jugendhaus Oase und den kleinen Saal überplanen.“

Herbert Schlottbom erläuterte auch, warum das Projekt Tonart sich nicht vom Integrierten Handlungskonzept trennen lässt. Denn auch dabei geht es um die finanzielle Frage. Das Land fördere nur unter ganz bestimmten Bedingungen: Es hatte einiger Überzeugungsarbeit bedurft, grünes Licht dafür zu bekommen. Ausschlaggebend dabei sei der historische Standort gewesen. Denn bereits das Vereinshaus habe den Charakter eines Dorfgemeinschaftshauses besessen. Tonart würde sich deshalb an dieser Stelle einfügen in die Ortsplanung, wie sie das Integrierte Handlungskonzept ausgestaltet.

Lösungen angestrebt

„Vor dem Hintergrund der Förderkulisse gilt es nun, neue Modelle zu entwickeln“, unterstrich Herbert Schlottbom das Bestreben aller Beteiligten, „Tonart“ weiter voranzutreiben: „Wir sind in der Lenkungsgruppe gewillt, Lösungen zu finden.“ So gesehen passt es, dass die Pause beim Integrierten Handlungskonzept Zeit eröffnet, um mit den Fachleuten vom Büro Startklar das Konzept weiter auszufeilen. Viel zu tun also für die Mitglieder der Lenkungsgruppe, die sich Ende Februar wieder trifft. Und auch das zeigt: Das Projekt „Tonart“ lebt.

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