Plan soll Landschaft schützen

„Es gibt keine neuen Naturschutzgebiete in diesem Landschaftsplan“. Das betonte Stefan Kranz vom Fachbereich Natur und Umwelt des Kreises Borken, als er in der jüngsten Ratssitzung den vom Kreis erstellten Landschaftsplan für Südlohn vorstellte.

SÜDLOHN

, 18.02.2016, 17:51 Uhr / Lesedauer: 1 min
Der Verlauf des Flüsschens Schlinge durch Südlohn und Oeding wird im neuen Landschaftsplan komplett als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Der Verlauf des Flüsschens Schlinge durch Südlohn und Oeding wird im neuen Landschaftsplan komplett als Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen.

Seit 2012 läuft das Verfahren zur Erstellung des Landschaftsplans, der die Ziele in der Landschaftspflege und im Naturschutz im Außenbereich darstellen soll. Kranz betonte dabei, dass diese Ziele Berücksichtigung finden bei behördlichen Maßnahmen. Der Landschaftsarchitekt schilderte den Kommunalpolitikern aber auch, dass seine Behörde sich nicht sperre, wenn etwa Grundstückseigentümer mit Vorschlägen kommen.

Festsetzungen machen

Da sei es auch vorstellbar, dass beispielsweise der Kreis auf seine Kosten ein Biotop auf einer privaten Grundstücksfläche anlegt. In seinem Vortrag stellte Kranz auch die geplanten Erweiterungen der Landschaftsschutzgebiete in der Gemeinde vor. „Ziel ist es, den Charakter der Landschaft zu erhalten“, so der Planer. Und: „Festsetzungen im Landschaftsplan sind für jedermann verbindlich“, betonte Kranz und wies darauf hin, dass zum Beispiel die Schlinge mit ihren Uferbereichen als eigenes Landschaftsschutzgebiet ausgewiesen wurde.

Im Aktiven Teil des Landschaftsplans würden, so sein Beispiel, Pflegemaßnahmen festgelegt. Das könne vom ,auf den Stock setzen‘ einer Hecke über Neuanpflanzungen bis zu Wiederaufforstungen oder die Entschlammung von Kleingewässern gehen.

Abstimmung

„Vieles geschieht in Abstimmung mit den Grundstückseigentümern“, wies Kranz in der Sitzung erneut darauf hin, dass er bei der Umsetzung von Maßnahmen auf ein Miteinander der Beteiligten setzt. „Es gab in Oeding 15 Wallhecken, die heute weg sind. Wird so etwas berücksichtigt?“, wollte Josef Schleif (Grüne) von dem Landschaftsarchitekten wissen. „Wir sind für Hinweise dankbar“, machte Kranz deutlich, dass auch solche Dinge im Landschaftsplan Berücksichtigung finden könnten, sofern sie der Landschaftsbehörde bekannt werden. Der Südlohner Gemeinderat hat die vorgestellten Pläne am Ende bei zwei Enthaltungen verabschiedet. Im Sommer soll jetzt die Offenlegung der Pläne erfolgen. Dann können die Bürger sich über die Inhalte des Landschaftsplans informieren und Anregungen und Bedenken äußern. 

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