Planungen für Verbindung zwischen Oeding und Weseke stocken zurzeit

Eichen bremsen

Der geplante Bau eines Radwegs zwischen Oeding und Weseke bereitet auf Borkener Seite Probleme.

OEDING

von Von Peter Berger

, 05.09.2014, 17:27 Uhr / Lesedauer: 2 min

Ein aus Sicht des Investors verständliches Ansinnen – wenn es da nicht einen Borkener Grundsatzbeschluss gäbe. Der stammt aus dem Jahr 2011, ist also noch recht frisch. Sie besagt, dass „grundsätzlich“ keine „öffentlichen“ Bäume gefällt werden sollen, um die Lichtausbeute und damit die Effizienz privater Fotovoltaikanlagen zu erhöhen. Hintergrund waren die immer häufigeren Anfragen an die Borkener Stadtverwaltung – einschließlich des jetzt wieder akuten Falls bei Weseke. Der Borkener Planungsausschuss legte sich deswegen vor gut drei Jahren mit großer Mehrheit auf die Linie fest, das Fällen nicht zu gestatten – aus Gründen des Baum-, also Naturschutzes. Vor allem aber, um sich nicht von Ausnahme zu Ausnahme zu hangeln und sich so den Vorwurf einzuhandeln, mit zweierlei Maß zu messen. Wobei das eine oder andere Ausschussmitglied den Beschluss bereits 2011 nicht für alle Zeit in Stein gemeißelt sah. Das „Grundsätzlich“ sei als ein „Eigentlich nie“ zu verstehen, womit Ausnahmen nicht unmöglich seien, lautete eine Interpretation damals.

Was hätte das bislang mit demonstrativer Standhaftigkeit geäußerte Nein der Borkener für Konsequenzen? Droht ein Lücke im Radweg? Martin Wilmers, Kämmerer der Gemeinde Südlohn, gibt sich entspannt: „Ich gehe von einer Einigung aus“, sagte er auf Anfrage. Mit der Unteren Landschaftsbehörde sei abgestimmt, dass als Ausgleich für die vier Eichen in der Nähe zwölf Ersatzbäume gepflanzt werden könnten. Die „zweitbeste Lösung“, ergänzt Südlohns Bürgermeister Christian Vedder, wäre, den Radweg vorerst nur zwischen Oeding und dem Abzweig Richtung Weseke zu bauen. Der betroffene Anlieger zu dem Thema: „Ich bin mal gespannt, wie die zu Potte kommen.“ Ungefähr vor zwei Jahren, so erzählt er weiter, hätte jemand in der Nähe eine Wallhecke abholzen dürfen – mitsamt einer über 100 Jahre alten Eiche. 

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