Publikumsmagnet „Südlohner Talente“

Kreativität aus dem stillen Kämmerlein

Zwei Tage lang tragen 16 Aussteller die Produkte ihrer vielfältigen Kreativität im Haus Wilmers nach außen. Was im stillen Kämmerlein entstand, wird bei "Südlohner Talente" zum Publikumsmagneten. Agnes Ribbat-Schmeing und Ulla Damm haben diese Kreativausstellung organisiert, die nur Südlohner und Oedinger Aussteller zeigt.

SÜDLOHN

von Elvira Meisel-Kemper

, 13.03.2016, 18:12 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Idee dazu entwickelte Ribbat-Schmeing vor 20 Jahren: "Damals bin ich von Köln nach Südlohn gezogen. Ich habe gesehen, welche Kreativität hinter den Türen stattfand." In den ersten Jahren hat sie die Veranstaltung, die zum 14. Mal erfolgte, zusammen mit Marianne Rathmer organisiert.

Perlen und Skulpturen

Ribbat-Schmeing stellt nicht nur schöne Glasperlenketten her, sie malt auch. Ulla Damm präsentiert Seifen und Skulpturen. Rathmer zeigt neben ihren Tonarbeiten auch Ikonenmalerei als Gemälde und auf Eiern. "Ich bin das erste Mal in dieser Ausstellung. Mein Sohn findet das Kreuz sehr schön, weil er bald zur Kommunion geht", staunt Daniela Stovermann über die Arbeiten von Rathmer. Viel Lob erntet sie auch für ihre filigranen und kunstvollen Ikonenbilder. "Ich habe die Themen der Osterzeit ausgesucht. Ich könnte noch viel mehr zeigen", so Rathmer. Seit 1983 arbeitet sie mit Ton. Nach einer Russlandreise 2005 malt sie auch Ikonen. "Das habe ich in einem Kurs an der Landvolkshochschule in Freckenhorst gelernt", ergänzt die Künstlerin.

Vielseitig kreativ

Nebenan erläutert Ludger Wilmers interessierten Besuchern seine Skulpturen und Gemälde. Auch Christiane Schlettert ist ein Mehrfachtalent. Fröhlich sind die Gemälde der Reihe "Clownereien", farb- und formschön sind ihre Möhren aus Filz. Die Oedingerin Barbara Kaspar, die früher viel gemalt hat, stellt zum ersten Mal bei dieser Reihe aus und zeigt Nuno-Filztechnik. "Diese spezielle Technik habe ich bei einer alten Filzerin gelernt", so Kaspar. Immer wieder erklärt sie den Besuchern diese Technik. "Mit Nassfilztechnik verbinde ich verschiedene Stoffe wie Merinowolle, Maulbeer- und Wildseide", so Kaspar. In mehreren Durchgängen bearbeitet sie die Stoffe durch Rollen und Schlagen. "Dadurch schießen die verschiedenen Fasern durch die Seide und verbinden sich. Das ist mehr Arbeit als Fensterputzen", ergänzt sie lachend.

Gartendekorationen aus Metall und Stein bieten Josef Ening und Edwin Thesing an. Ening ist gelernter Schmied. Vor sieben Jahren begann er als Rentner mit der Formung von Kupferblumen und anderen Figuren. Thesing ist gelernter Gärtner. Das Schweißen hat er sich selbst beigebracht. Ausrangierte Schutzbleche von Motorrädern wurden unter seinen Händen zu Elementen von Vogelhäuschen.

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