Radeln auf dem Fußweg

Doornte

Zuerst gab es einen Radweg, dann nur noch einen Gehweg. Das Thema an der Doornte schien sich zu einer „Never-Ending-Story“ zu entwickeln. Doch nun wurde eine Lösung gefunden, mit der alle Beteiligten zufrieden sein scheinen: ein Fußweg, der für Radfahrer in beide Richtungen frei ist.

SÜDLOHN/OEDING

von Von Jessica Beck

, 21.12.2011, 18:24 Uhr / Lesedauer: 2 min

Vorausgegangen war eine Änderung der Straßenverkehrsordnung, die einen Radweg, der zudem noch in beide Richtungen geht, für eine Straße mit geringer Geschwindigkeit und wenig Verkehr nicht mehr vorsieht. Also wurde der Weg zum reinen Gehweg ohne Radverkehr. Die Bürger waren dagegen. Besonders die Eltern, deren Kinder auf die Roncalli-Schule gehen und somit direkt betroffen waren. Großen Proteste kamen auf, als die Kinder plötzlich auf der Straßen fahren mussten. „Es wurde dann viel diskutiert. Aufgrund der besonderen Situation an der Hauptschule, sollte die alte Lösung wieder her“, sagt Vahlmann. Doch das sei so nicht möglich gewesen. „Aufgrund der Proteste und des Ratsbeschlusses haben wir uns noch einmal intensiv mit dem Thema beschäftigt“, erläutert Sieverding. Mit „leichten Bauchschmerzen“ habe man sich entschieden, die Radfahrer wieder in beide Richtungen auf dem Weg fahren zu lassen, da eine problemlose Überquerung der L572 (Fürstenberg) ohne zweite Ampel nicht möglich sei. Sollte diese irgendwann errichtet werden, werde auch der linksseitige Radverkehr wieder aufgehoben, kündigt Sieverding an.

„Nun haben wir eine einvernehmliche Lösung gefunden, mit der alle zufrieden sind“, sagt Vahlmann. Man könne nun auf dem Weg oder auf der Straße fahren. „Wir haben einen Kompromiss gefunden, mit dem alle leben können. Der Weg ist jetzt nur noch ein Angebotsradweg und kein Pflichtradweg mehr“, betont Herbert Schlottbom von der Gemeindeverwaltung. Die Schüler könnten nun wie gehabt, den Radweg benutzen. Für die Eltern ein Grund zur Beruhigung, aber kein Anlass zur Sorglosigkeit. Sieverding weist darauf hin, dass viele Schüler direkt vom Radweg aus über den Zebrastreifen fahren würden, das sei bei den vielen Kontrollen auf der Doornte aufgefallen. Diese Überquerung ohne abzusteigen sei sehr gefährlich, warnt er.

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