Rat will Sicherheit für Radfahrer

Schutzstreifen auf Jakobistraße

Der Gemeinderat sorgt sich um die Radfahrer auf der Jakobistraße. In einem gemeinsamen Antrag aller Ratsmitglieder drängen die Kommunalpolitiker darauf, nach dem jetzt laufenden Umbau der Ortsdurchfahrt einen Schutzstreifen für Radfahrer einzurichten.

SÜDLOHN

, 02.07.2014, 18:10 Uhr / Lesedauer: 1 min
Rat will Sicherheit für Radfahrer

Die Jakobistraße in Oeding wird zurzeit saniert. Südlohns Gemeinderat wünscht sich für die Straße ortseinwärte einen einseitigen Fahrradschutzstreifen.

Diesen Wunsch bekräftigte der Rat in seiner jüngsten Sitzung in einem einstimmigen Beschluss. Allerdings: Straßenbaulastträger für die Staße ist der Landesbetrieb Straßen NRW. Bereits im April war die Querschnittumgestaltung der Ortsdurchfahrt Thema, als es um eine Verbreiterung des Gehweges für die Straße ging. Schon damals teilte die Verwaltung den Kommunalpolitikern mit, dass der Landesbetrieb und auch der Kreis Borken eine Verengung der Straße ablehnen. Die Verengung der Fahrbahn hätte zur Folge, dass sich begegnende LKW oder Busse gegenseitig behindern. Außerdem könnten Kraftfahrzeuge, die einen Radfahrer überholen, keinen ausreichenden Sicherheitsabstand einhalten.Initiative gestartet Auf Initiative von Maik van de Sand (Grüne), so CDU-Fraktionsvorsitzender Hermann-Josef Frieling, hätten sich die Fraktionen des Rates und auch das Ratsmitglied der FDP nun dazu entschlossen, einen gemeinsamen Antrag zu formulieren. Wie Frieling in dem gemeinsamen Antrag des Rates ausführt, wurde dem Wunsch der Vertreter der Ratsfraktionen nach einem Schutzstreifen für die Radfahrer von der Kreuzung B 70 bis zur Jakobistraße bereits in der Verkehrsschau am 21. Mai "ohne schlüssige Begründung" abgelehnt.Dringender Handlungsbedarf Gleichwohl bestehe "dringender Handlungsbedarf", so Frieling in dem Antrag weiter. Die Verwaltung machte bereits in der Vorlage für diesen Tagesordnungspunkt deutlich, dass der Rat nicht beschließen kann, einen Schutzstreifen für Radfahrer auf der Landstraße anzulegen. Gleichwohl wollen die Kommunalpolitiker mit ihrer Sicherheitsinitiative noch einmal Druck machen beim Straßenbaulastträger.Keine Leitlinien Ergänzend schlug Alois Kahmen (CDU) außerdem vor, nach Fertigstellung der Straße keine Leitlinien aufzubringen. "Weil damit schneller gefahren wird", sagte Kahmen. Rita Penno, Fraktionsvorsitzende der SPD betonte, dass die Verwaltung den Beschluss des Rates dem Landesbetrieb Straßen möglichst zeitnah zur Kenntnis gibt. Denn: "Die Straße soll bis zum Oedinger Schützenfest fertig sein". Wie die Pressestelle des Landesbetriebes gestern auf Anfrage mitteilte, wurde der Wunsch der Südlohner Kommunalpolitiker, einen Schutzstreifen für Radfahrer einzurichten, dort bisher noch nicht abschließend beraten.

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