Reizthema soll wieder aufs Tapet kommen

Flurbereinigung

Das war eine Überraschung: Ein Tagesordnungspunkt in der Sitzung des Gemeinderates am Mittwoch hieß „Grenzüberschreitendes Gewässerkonzept“. Nach den Stellungnahmen von rund einem halben Dutzend Experten sieht es nun so aus, als ob es in Oeding den Neustart für ein Flurbereingigungsverfahren gibt.

SÜDLOHN

, 24.10.2014, 19:22 Uhr / Lesedauer: 2 min
Reizthema soll wieder aufs Tapet kommen

Schmale und tiefe Grundstücke oder sehr kleine Flächen, im Bild Beispiele aus dem Sickinghook, könnten im Rahmen eines Flurbereinigungsverfahrens zu größeren Einheiten zusammengelegt werden. Solche Fläche wären besser zu bewirtschaften und könnten dazu beitragen, die Zahl der Wirtschaftswege zu verringern.

Das Wasserkonzept Schlinge, der neu aufzustellende Landschaftsplan, die Neuordnung landwirtschaftlicher Flächen oder die Reduzierung von derzeit 116 Kilometern Wirtschaftwege, um Kosten einzusparen, ließen sich gut verzahnen. „Das sind ganz viele Bausteine, die ineinander greifen“, erklärte Bix. So ein ganzheitliches Konzept habe viele Vorteile, auch was Fördermittel angehe, betonte Südlohns Bürgermeiser Christian Vedder. Aber: „Das ist sicher ein Brett, das man bohren muss“. Vedder ist aber bereit, diesen möglicherweise recht steinigen Weg zu gehen. Ziel ist, die zersplitterten Grundstücksverhältnisse in Oeding neu zu ordnen. Dabei könnten Flächenbedarfe für das Gewässerkonzept und den Hochwasserschutz berücksichtig werden. Durch Zusammenlegungen besteht außerdem die Möglichkeit, die unterhalts- und damit kostenpflichtige Kilometerzahl der Wirtschaftswege zu verringern.

Dagmar Bix warb im Rat dafür, eine Flurbereinigung anzustoßen. „Das muss nicht großflächig sein“, betonte sie. „In einem ersten Schritt wollen wir die Eigentümer ansprechen, um zu sehen, wie die Bereitschaft ist, mitzumalchen“, erklärte Bix. Eine Umsetzung könne dann zusammen mit der Realisierung des Gewässerkonzeptes (siehe nebenstehenden Text) erfolgen. In dem geht es darum, Oeding vor Hochwasser zu schützen und gleichzeitig die Gewässerqualität zu verbessern. „Den Teilnehmern wird nichts übergestülpt“, ergänzte Frank Nießen, Hauptdezernent bei der Bezirksregierung, der im Rat ebenfalls für einen Neustart bei der Bodenordnung warb. Bei so optimistischen Behördenvertretern konnte der Rat nicht anders. Es sollen jetzt Gespräche mit Grundstückseigentümern geführt werden, um festzustellen, wie die zu einem möglichen neuen Flurbereinigungsverfahren stehen.

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