Roncalli-Schüler auf Platz 1 beim Equal Pay Day-Wettbewerb

Kurzvideos

Großer Spaß und insgesamt 600 Euro für die Klassenkassen: Die Roncalli-Schule Südlohn, das Ricarda-Huch-Gymnasium Gelsenkirchen sowie die Produktionsschule des Roten Kreuzes im Kreis Borken belegten in dieser Reihenfolge beim Equal-Pay-Day-Wettbewerb die Plätze eins bis drei. Die Schüler wurden im Jugendhaus Borken vor vielen Zuschauern ausgezeichnet.

Südlohn

03.07.2016, 19:09 Uhr / Lesedauer: 1 min
Die Südlohner Roncalli-Schüler gewannen den Equal-Pay-Day-Videowettbewerb.

Die Südlohner Roncalli-Schüler gewannen den Equal-Pay-Day-Videowettbewerb.

Veranstalter waren die Gleichstellungsstelle der Stadt Borken, das Rote Kreuz im Kreis Borken und die Katholische Frauengemeinschaft KFD. Sie hatten zusammen zu einem Wettbewerb unter Schülern aufgerufen. Die konnten einen kurzen Handy-Videoclip erstellen, um sich mit dem Thema zu beschäftigen und es in ihren Klassen und Gruppen aufzuarbeiten. Dabei geht es darum, dass gleiche Qualifikation und Verantwortung unter Frauen und Männern auch gleiche Berufschancen und Anerkennung nach sich ziehen sollten.

Lohnunterschiede sind indiskutabel

Es sei in der heutigen Zeit „völlig indiskutabel, dass es Lohnunterschiede für die gleiche Arbeit von mehr als 20 Prozent“, gebe, hatte Borkens Bürgermeisterin Mechtild Schulze Hessing betont. Dies zu ändern, helfe jeder Beitrag, auch die Videoclips der Schüler. „Schön, dass Sie sich mit dem Thema befasst haben.“

79 Tage länger arbeiten

Frauen müssten fürs gleiche Geld immer noch 79 Tage oder 21,6 Prozent länger arbeiten. Das sei ungerecht, sagte Hildegard Grote-Westrick von der KFD. Christel Büning vom DRK fand es spannend zu erfahren, „wie gehen junge Leute mit der Ungleichbehandlung um?“ Und Anna Grütering-Wöste, Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Borken, hatte beeindruckende Zahlen parat. Gehaltsunterschiede zwischen Frauen und Männern seien häufig gravierend, laut ihren Feststellungen bei Krankenschwestern und Pflegern bis zu 250 Euro monatlich, bei Elektrikern 300 Euro sowie einem Chefarzt und einer Chefärztin bis zu 3000 Euro im Monat. Ihr Appell an die Schülerinnen: „Trefft die richtige Berufswahl, damit es bald keinen Equal Pay Day mehr geben muss.“

Die Urkunden- und Preisvergabe begleiteten die Jugendgruppe der Black Dragons Cheerleader der SG Borken-Hoxfeld sowie der Beatboxer „Lino“.

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