SC wünscht sich einen Kunstrasenplatz

Tennenplatz gesperrt

Im Mai hat die Gemeinde den Tennenplatz im Roncalli-Stadion gesperrt - Unfallgefahr. SC-Vorsitzender Andreas Bone wird jetzt langsam nervös: Die nasskalte Jahreszeit ist da und damit Sperrungen für die beiden Rasenplätze. Noch ist nicht in Sicht, dass der Tennenplatz wieder bespielbar wird.

SÜDLOHN

von von Bernd Schlusemann

, 15.09.2012, 07:39 Uhr / Lesedauer: 2 min

Rund 100 000 Euro würde eine Sanierung des etwa 20 Jahre alten Aschenplatzes kosten, berichtet Bone. Geld, das Gemeinde und auch Sportverein eigentlich nicht haben. Doch der Verein braucht den Platz, aus dessen Untergrund sich jetzt massiv der Schotter löst und ans Tageslicht kommt. Größere Steine liegen auf dem gesamten Platz und stellen für die Spieler ein erhebliches Unfallrisiko dar.

"Machen müssen wir etwas, daran geht kein Weg vorbei", betont Bone. Geht es nach ihm, dann steckt die Gemeinde als Eigentümer des Platzes die veranschlagten 100 000 Euro allerdings nicht in die Erneuerung des roten Spielfeldes. Zeitgemäßer wäre ein Kunstrasenplatz, findet Bone. Der wäre immer bespielbar, weniger pflegeintensiv als das Tennen-Spielfeld und das ständige Abzeichnen des Spielfeldes würde auch entfallen. "Außerdem", meint Fußballer Bone, "ist so ein Platz viel gelenkschonender".

Bei einer Gemeinde, die gerade aus Kostengründen den Vertrag mit der eigenen Musikschule kündigt, dürfte es allerdings schwer werden, bis zu 350 000 Euro für den Bau eines neuen Kunstrasenplatzes loszueisen. Auch darüber ist sich Bone im Klaren. "Wir wollen nichts umsonst", betont der Vorsitzende.

Beteiligung des Vereins

Für ihn ist denkbar, dass der Sportverein sich mit 100 000 bis 150 000 Euro an dem Neubau beteiligt. Muskelhypothek, Sponsorengelder, Darlehen, einmalige Zahlung der Vereinsmitglieder - für Bone ist vieles denkbar, um die für ihn sinnvolle Alternative zum jetzigen Spielfeld auf dem Untergrund des Tennenplatzes auszurollen.

Klar ist für Bone und die 17 Mannschaften seines Vereins nur, dass schnell etwas passieren muss. "Wir können diesen Winter nicht trainieren", betont der Vorsitzende, dass es in der Sporthalle der Hauptschule und auf der Laufbahn um das Hauptspielfeld des Vereins sonst sehr eng wird.

Der SC-Vorsitzende will auch keine Alleinnutzungsrechte für einen Kunstrasenplatz, wie er übrigens mittlerweile bei vielen Nachbarvereinen entstanden ist. "Wir hätten kein Problem damit, wenn beispielsweise FC Oeding, Schulsport oder Offene Ganztagsschule den Platz mit nutzen würden", betont der Vorsitzende des größten Vereins in der Gemeinde.

  • Eine Stellungnahme des Vorsitzenden vom FC Oeding zu den Überlegungen und einen Kommentar zum Thema lesen Sie in der Samstagsausgabe (15. September 2012) der Münsterlandzeitung.
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