Schulcheck: Hans-Christian-Andersen-Schule in Südlohn arbeitet noch am Umzug

rnSchuljahr 2020/2021

Schüler mit besonderem Unterstützungsbedarf besuchen seit Anfang 2018 die Hans-Christian-Andersen-Schule in Südlohn. Nach dem Umzug gibt es dort noch eine Menge zu tun.

Südlohn

, 09.10.2019, 04:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Die Hans-Christian-Andersen-Schule besuchen ausschließlich Schülerinnen und Schüler mit festgestelltem sonderpädagogischen Unterstützungsbedarf im Bereich emotionale und soziale Entwicklung und (nachrangig) im Bereich Lernen oder Sprache. „Wir verstehen uns als Durchgangsschule. Wenn sich das Verhalten in allen Bereichen stabiliert hat, kann ein Schüler/eine Schüler an eine Regelschule wechseln“, erklärt die kommissarische Schulleiterin Ulrike Hoffmann.

Insofern nimmt die Schule im Münsterland eine gewisse Sonderrolle ein. „Da wir für unsere Schülerschaft und ihre Familien einen geschützten Raum darstellen, möchte ich einige Fragen nicht beantworten“, erklärt Ulrike Hoffmann. Zwar gebe es auch an der Hans-Christian-Andersen-Schule gewählte Schülersprecher oder Elternvertreter, deren Namen wolle sie aber nicht veröffentlichen. „Kein einziges Elternteil hat sein Kind freiwillig zu unserer Schule geschickt“, erklärt sie weiter.

Mit Blick auf den Verbesserungsbedarf an der Hans-Christian-Andersen-Schule gebe es einiges zu tun. Das liege jedoch seit dem Umzug der Schule von den Standorten in Rhede und Ahaus nach Südlohn und dem fast gleichzeitigen Ausscheiden des bisherigen Schulleiters auf Eis. „Der Umzug hat im Schuljahr 2017/2018 unheimlich viel Kraft gekostet“, erklärt die kommissarische Schulleiterin. In dieser Zeit sei viel liegen geblieben.

Bis sich daran etwas ändert, müsse erst einmal die Schulleiterstelle wieder besetzt werden.

„Das Alltagsgeschäft bekommen wir natürlich geregelt“, sagt Ulrike Hoffmann. Für die perspektivische Weiterentwicklung der Schule werde aber natürlich zunächst ein Schulleiter gebraucht.

So ein Punkt ist beispielsweise auch die Digitalisierung. Nach außen sichtbar ist beispielsweise die nur rudimentär geführte Internetseite der Schule. Auch die weitere Digitalisierung sei an der Schule erst in diesem Kalenderjahr richtig angelaufen und es stehen in den kommenden Jahren einige Veränderungen an, die sich allerdings noch im Prozess der Planung befinden. Deshalb hat Ulrike Hoffmann auch an diesem Punkt keine weiteren Antworten gegeben.

So berichtete die Presse über die Schule

Mit Blick auf den besonders geschützten Raum für die rund 100 Schülerinnen und Schüler an der Hans-Christian-Andersen-Schule hält sich auch die Berichterstattung über das Schulleben in engen Grenzen. Zuletzt ging es um den Umzug der Schule von den Standorten in Ahaus und Rhede in die ehemalige Roncalli-Hauptschule nach Südlohn. Im Januar 2018 – unmittelbar nach dem Umzug – hatte der Kreis Borken noch verkündet, dass der Umzug insgesamt gelungen sei. In der Südlohner Politik ging es danach vor allem um die Sanierung der Turnhalle der Schule. Die stammt noch aus dem Jahr 1972 und muss dringend renoviert werden.

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