Selbstgemachtes Holzspielzeug kommt gut an

Spielen wie früher

Schnurgerade zieht der kleine Holzkreisel seine Bahn auf dem glatten Boden. Johannes Heming kniet auf dem Boden und freut sich. Die Kreisel hat er selbst geschnitzt.

SÜDLOHN

von Von Stephan Teine

, 09.09.2011, 16:53 Uhr / Lesedauer: 2 min
Johannes Heming mit seinen Holzkreiseln. Selbst spielt er nur noch selten. Viel mehr Spaß hat er daran, Holzspiele zu bauen und sie Kindern beizubringen.

Johannes Heming mit seinen Holzkreiseln. Selbst spielt er nur noch selten. Viel mehr Spaß hat er daran, Holzspiele zu bauen und sie Kindern beizubringen.

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Holzspielzeug von Johannes Heming kommt gut an

Kreisel, ein Bagatelle-Spiel, eine Tischkegelbahn: Johannes Heming aus Südlohn hat schon eine ganze Menge Holzspielzeug gebaut.
09.09.2011
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Der Erfolg gibt Johannes Heming Recht. Sein Holzspielzeug kommt, wie hier beim Ferienspaß, besonders bei Kindern gut an. Im Bild ein selbstgebautes Tisch-Eishockey-Spiel.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Dieses Bagatelle-Spiel, der Holzvorläufer eines Flipper-Automaten, hat Johannes Heming selbst gebaut. Einzige Vorlage war eine Fotografie.© Foto: Stephan Teine
Beim Vorläufer des Flipper-Spiels, einem sogenannten Bagatelle-Spiel aus Holz, ging es schon beim Ferienspaß sehr spannungsgeladen zu. Der Erfolg gibt Johannes Heming Recht. Sein Spielzeug kommt gut an.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Der Erfolg gibt Johannes Heming Recht. Sein Holzspielzeug kommt, wie hier beim Ferienspaß, besonders bei Kindern gut an.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Johannes Heming mit seinen Holzkreiseln. Selbst spielt er nur noch selten. Viel mehr Spaß hat er daran, Holzspiele zu bauen und sie Kindern beizubringen.© Foto: Stephan Teine
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Kreisel, ein Bagatelle-Spiel, eine Tischkegelbahn: Johannes Heming aus Südlohn hat schon eine ganze Menge Holzspielzeug gebaut.
09.09.2011
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Der Erfolg gibt Johannes Heming Recht. Sein Holzspielzeug kommt, wie hier beim Ferienspaß, besonders bei Kindern gut an. Im Bild ein selbstgebautes Tisch-Eishockey-Spiel.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Dieses Bagatelle-Spiel, der Holzvorläufer eines Flipper-Automaten, hat Johannes Heming selbst gebaut. Einzige Vorlage war eine Fotografie.© Foto: Stephan Teine
Beim Vorläufer des Flipper-Spiels, einem sogenannten Bagatelle-Spiel aus Holz, ging es schon beim Ferienspaß sehr spannungsgeladen zu. Der Erfolg gibt Johannes Heming Recht. Sein Spielzeug kommt gut an.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Der Erfolg gibt Johannes Heming Recht. Sein Holzspielzeug kommt, wie hier beim Ferienspaß, besonders bei Kindern gut an.© Foto: Anne Winter-Weckenbrock
Johannes Heming mit seinen Holzkreiseln. Selbst spielt er nur noch selten. Viel mehr Spaß hat er daran, Holzspiele zu bauen und sie Kindern beizubringen.© Foto: Stephan Teine
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Eine ganze Kiste selbst gedrechselter Kreisel und Kreiselschleudern steht in seinem Haus in Südlohn. „Das ist alles schon für das Wiegboldfest gepackt“, sagt Heming. Dann will er wieder Kinder für das alte Spielzeug begeistern. „Das ist das tolle: Die Kinder sind so neugierig und haben den gleichen Spaß an dem Holzspielzeug wie ich früher, als ich noch klein war“, freut sich der 75-Jährige. In seiner Garage steht auch ein Bagatelle-Spiel, der Vorgänger der Flipperautomaten. „Den habe in Südtirol gesehen“, erzählt er. Dann habe er ein Foto gemacht und das Spiel zuhause „mal eben“ nachgebaut.

Das Unikat war auch beim vergangenen Ferienspaß der große Renner. Über 70 Kinder hätten von morgens bis abends ihre Freude an dem Spielzeug von früher gehabt. Wieviel Zeit er für eines seiner Projekte braucht, kann er nicht sagen. „Dafür macht mir die Arbeit viel zu viel Spaß“, sagt er. Da achte er nicht darauf, wie lange er an der Werkbank stehe. Als Kind habe er sich selbst Kreisel geschnitzt. „Natürlich nicht so sauber und ordentlich wie heute“, erinnert sich Heming. Durch seine Arbeit bei Hülsta habe er weiter mit Holz zu tun gehabt und auch angefangen, selbst Möbel zu bauen. Vor knapp 20 Jahren habe er wieder mit dem Schnitzen angefangen, so Heming. In seiner Freizeit habe er begonnen Figuren zu schnitzen. Kollegen und Bekannte sprachen ihn an, fragten, ob er ihnen auch das ein oder andere Stück schnitzen könne. Er sagte zu. So sprach sich sein Talent herum. Vereine, Nachbarn und Kollegen gaben ihm immer wieder „Aufträge“. „Inzwischen habe ich eigentlich ständig zu tun“, so Heming, der neben seiner Schnitzerei auch noch im Männerchor und dem Heimatverein aktiv ist.

Nur im Moment ruhen die Maschinen. „Ich habe nicht aufgepasst und mir in den Finger gefräst“, ärgert er sich. Das sei erst der zweite größere Unfall, den er hatte. Bis der Finger abgeheilt ist, werden sich die Südlohner gedulden müssen. Neues Spielzeug gibt es aus dem Hause Heming bis dahin nicht.

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