Spielmannszug bei der Steubenparade

Reise nach New York

Ob „New York, New York“ oder „Ich war noch niemals in New York“ – beim Namen der Metropole an der Ostküste Amerikas hat wohl jeder eine Melodie im Ohr. Der Spielmannszug Oeding kann bald sein ganz eigenes Lied über New York singen, denn am späten Morgen des 14. September hebt ihr Flieger gen Westen ab.

OEDING

18.08.2017, 16:50 Uhr / Lesedauer: 2 min

Highlight der Reise ist die Steubenparade. „Das ist eine ganz wilde und bunte Parade zur Feier der deutsch-amerikanischen Freundschaft“, sagt Maik Bednarz vom Spielmannszug, der die Reise initiiert hat. „Es sind Gruppen aus Sport, Feuerwehr und Polizei, Musikvereine und Karnevalswagen dabei, und für alle ist das natürlich ein riesiges Erlebnis.“ Bednarz selbst war schon mehrmals in New York.

Er war so begeistert, dass ihm vor einiger Zeit die Idee kam, mit dem Spielmannszug an einem Event wie der Steubenparade teilzunehmen. „Ich habe dann recherchiert und uns über einen Reiseveranstalter für die Parade angemeldet, das war recht unkompliziert.“

In Uniform über die Fifth Avenue

29 Mitglieder des Spielmannszuges lassen sich diese Gelegenheit nicht entgehen, die Hälfte bleibt sogar noch länger in New York und Amerika. „Das ist eine Chance, die sich in dieser Gruppe wahrscheinlich nur ein einziges Mal bieten wird“, sagt Maik Bednarz. „Wenn wir dann in unseren Uniformen über die Fifth Avenue marschieren, ist das ein wirklich einmaliges Erlebnis“, ist er sich sicher.

Seit 1957 wird die Steubenparade im Herzen der Metropole ausgetragen, initiiert von den deutschstämmigen Amerikanern, die auch fern von Zuhause nicht auf ihre Traditionen verzichten wollten. Doch nicht nur die große Parade steht auf dem New-York-Programm des Spielmannszuges: „Wir haben einiges zu tun, wenn wir da sind“, verrät Werner Tecker, Pressesprecher des Spielmannszuges. „Zum Beispiel werden wir vom New Yorker Bürgermeister begrüßt und haben schon dort auf der Bühne die Möglichkeit zu einem ersten Auftritt, das ist natürlich ein Erlebnis.“

Oktoberfest im Central Park

Am dritten Tag in New York findet dann die große Parade auf der Fifth Avenue statt, zu der Tausende Zuschauer kommen. Und beim Oktoberfest im Central Park feiern die Oedinger anschließend den gebührenden Abschluss des großen Tages. Spät in der Nacht ist das Zuhause auch nicht weit: „Unser Hotel liegt ganz zentral in der Nähe des Empire State Buildings“, sagt Maik Bednarz. „Wenn wir lange in die Stadt fahren müssten, wäre die Zeit in New York auch zu kurz.“

Finanziert wird die Reise zum Großteil von den Mitgliedern selbst, unterstützt durch Spenden und die Vereinskasse. „Allein der Transport der ganzen großen Instrumente ist ein Kostenfaktor, aber das haben wir alles abgedeckt“, sagt Werner Tecker.

Freudige Aufregung

Schon jetzt ist die Stimmung im Oedinger Spielmannszug aufgeregt, und die New-York-Reisenden sind motiviert und voller Vorfreude: „Wir freuen uns total auf die Parade, aber auch auf das Oktoberfest und darauf, einfach zusammen in New York zu sein“, sagt Maik Bednarz. Und was wird gespielt? „Bei der Parade spielen wir unsere normalen Märsche, die wir hier beim Schützenfest auch spielen, nur dann eben mitten in New York.“

Die „German-American Steuben Parade“ findet seit 60 Jahren am dritten Samstag im September statt und wird von deutschen Auswanderern in Amerika ehrenamtlich organisiert. Die Parade zieht von der 64. zur 86. Straße im Stadtteil zieht, die lange das deutschamerikanische Zentrum New Yorks war und den inoffiziellen Namen „Sauerkraut Boulevard“ trägt. Benannt ist die Parade nach dem preußischen Offizier und späteren US-Amerikanischen General Freiherr Friedrich Wilhelm von Steuben, Held des Unabhängigkeitskrieges.

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