Spielmannszug Oeding brachte bei Gemeinschaftskonzert 150 Musiker auf die Bühne

rnSpielmannszug Oeding

Beim Gemeinschaftskonzert des Spielmannszugs Oeding und des Spielmanns- und Fanfarenzugs Kolping Metelen in der Jakobihalle gab es für die vielen Zuhörer viel Anlass zu Applaus.

von Heike Bierkämper

Südlohn

, 08.04.2019, 19:55 Uhr / Lesedauer: 2 min

Auf dieses Konzert haben sich über 150 aktive Spielleute in mehreren Proben im Bürgerhaus in Lingen schon lange vorbereitet: Der Spielmannszug Oeding hatte am Samstagabend zum Gemeinschaftskonzert mit dem Spielmanns- und Fanfarenzug Kolping Metelen in die Jakobihalle eingeladen.

„Game Of Thrones“ zur Eröffnung

Beide bekommen großem Applaus, als sie den Abend mit dem Titelsong aus „Game Of Thrones“ eröffnen. Die beiden Vorsitzenden Tim Tecker (Oeding) und Henning Bückers (Metelen) begrüßen ihr Publikum mit den Worten: „Allen einen interessanten, schönen und klangvollen Abend“ und kündigen den Marsch „Jubelklänge“ an. „Er gehört wegen der Vielfalt an schönen Melodien zum Standardrepertoire gehobener Marschmusik“ erklärt Tim Tecker dem Publikum und stellt anschließend den Spielmannzug Oeding vor. Er erzählt von den Erfolgen, die die Musiker in vielen Wettbewerben gemacht haben, betont aber auch, dass vor allem die örtlichen Schützenfeste zählen, um damit die Musik auf die Straße zu bringen.

Medley von Marius Müller-Westernhagen

Der Dirigent Pascal Lütke Scharmann hebt seinen Taktstock und alle Blicke sind auf ihn gerichtet. Der Spielmannszug Oeding erhält für sein erstes Stück ordentlich Applaus vom Publikum. Das erste Solostück des Spielmanns- und Fanfarenzuges wird mit einem Medley von Marius Müller-Westernhagen angekündigt. Das Publikum lauscht den Klängen zu „Es geht mir gut“, „Sexy“, „Carmelita“ und „Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz“ und gibt dafür begeisterten Applaus.

„Wir haben 1952 mit 27 Spielleuten begonnen und sind heute 162 Aktive. Erst hatten wir Fanfaren, dann wurden diese durch Trompeten ersetzt. 1999 wurde die Notenlehre eingeführt und wir bilden aktuell 77 Schüler aus. Unser Durchschnittsalter ist 17. „Und der älteste Spieler wurde nach vorne geschickt um diese Ansprache zu halten“ schmunzelt Henning Bückers und bekommt dafür Applaus. Es folgt eine Ouvertüre „Centuria“ mit einer schnell-langsam-schnellen Struktur, das 1986 für Spielmannsmusik von James Swearingen geschrieben wurde, ein ganz neues Genre formte und es damit Juroren möglich macht die Stärken der unterschiedlichen Gruppen eines Ensembles zu erkennen“, sagt er. Das Publikum ist begeistert.

Oedinger spielen „Olympic Spirit“

Ein konzertantes Stück „Olympic Spirit“ folgt darauf, welches Henning Bückers dem Publikum vorstellt und vom Spielmannzug Oeding vorgetragen wird. Der folgende Marsch „Textilaku“, entstand in einer Textilfabrik, die ein Orchester gründeten und allen Mitarbeitern die Möglichkeit gaben ein Instrument zu lernen. Deshalb ist die Übersetzung aus dem Slowenischen auch Textilarbeiter, erklärt Tim Tecker. Dafür gibt es großen Applaus. „Ich denke allen hier im Saal und besonders den Musikern auf der Bühne würde ohne Musik in ihrem Leben etwas fehlen“, sagt Tim Tecker. Denn es gelte: Es lebe das Leben, oder wie die britische Band „Coldplay“ sagt: Viva la Vida!

Spielmannszug Oeding brachte bei Gemeinschaftskonzert 150 Musiker auf die Bühne

Das Stück „The Merry Clockmaker“ des Schülerspielmannzuges sorgte für tosenden Applaus. © Heike Bierkämper

Dem Publikum gefällt, was der Fanfarenzug vorträgt. „Ich möchte unseren Schülerspielmannzug vorstellen; mit Kindern im Alter von 7 bis knapp 12 Jahren, die für Sie das Stück „The Merry Clockmaker“ vortragen werden. Es erzählt von einem Uhrmacher, der davon träumt, wie in Science-Fiction-Filmen durch das Verstellen der Uhren die Zeit zu verändern. Die jungen Musiker bekommen für ihren Vortrag einen gehörigen Applaus, bevor es in die Pause geht.

Der zweite Teil des Abends ist Stücken wie „With Drums And Guns“, Esmeralda“, „Journey To Summit“, sowie einem der schönsten portugiesischen Märsche „O-Vitinho“ gewidmet. Mit dem „Fehrbelliner Reitermarsch“ sollte der Abend beendet werden, aber das Publikum verlangt nach Zugabe. Zum Schluss spielen alle noch ein Stück, das auf die After-Show-Party einstimmt: „Disco Beats“.

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