St.-Barbara-Kindergartenkinder verzichten auf Süßes

Hilfe für Flüchtlinge

Schokolade, Apfelsaft, Nutella, Kekse, Honig und Marmelade: Alles leckere Dinge, auf die Kinder eigentlich nur ungern verzichten. Die Kleinen aus dem Südlohner St.-Barbara-Kindergarten wollen die Leckereien nicht nur aufgeben, nein, sie wollen sie sogar verschenken: an lokale Einrichtungen, die sich um die Belange von Flüchtlingen bemühen. Bis Ostern üben die Kinder samt ihren Leiterinnen Verzicht.

Südlohn

, 28.02.2016 / Lesedauer: 3 min

Schokolade, Apfelsaft, Nutella, Kekse, Honig und Marmelade: Alles leckere Dinge, auf die Kinder eigentlich nur ungern verzichten. Die Kleinen aus dem Südlohner St.-Barbara-Kindergarten wollen die Leckereien nicht nur aufgeben, nein, sie wollen sie sogar verschenken: an lokale Einrichtungen, die sich um die Belange von Flüchtlingen bemühen. Bis Ostern üben die Kinder samt ihren Leiterinnen Verzicht.

"Ostern dürfen wir wieder schlickern"

Alles, was die Kinder entbehren können, haben sie zusammen mit ihren Gruppenleiterinnen fein säuberlich in Kartons verpackt, um es verschenken zu können. Was es heißt, nichts zu haben und es sogar zu teilen, erleben die Kinder nun ganz bewusst: Beim Frühstück im Kindergarten gibt es jetzt Wasser statt Apfelschorle, keine Süßigkeiten oder Schokoladen-Nuss-Aufstrich auf Brot und Brötchen. „Was wir nicht unbedingt brauchen, haben wir gemeinsam aussortiert. Jedes Kind konnte dann abstimmen, ob es die Sachen abgeben oder behalten möchte“, sagte Leiterin Hiltrud Schrieverhoff. Fast alle Kinder der Tiger- und Bärengruppe waren deutlich dafür, etwas abzugeben. „Ostern dürfen wir ja wieder schlickern“, wussten die Kinder.

Den Anstoß für den Verzicht bis zum Osterfest hatte Elke Terhörne gegeben. Die Südlohnerin, die sich unter anderem im Integrationsstübchen engagiert und vier Asylsuchende aus Afghanistan privat bei sich zuhause aufgenommen hat, hatte dem Kindergarten ein paar Tage zuvor einen Besuch abgestattet. Mit dabei waren Sana Ulla Nasiri und Mohamad Jafarg, die zurzeit Deutsch lernen und mithilfe von Elke Terhörne den Kindern von ihrer afghanischen Heimat erzählten. Das nahmen die Kleinen zum Anlass, für Elke Terhörne zu sammeln, damit die Ehrenamtliche die Spenden an Flüchtlinge weitergeben kann.

Auch Spielzeuge und Bücher gesammelt

Bei dem Verzicht auf Leckeres ganz im Sinne der christlichen Fastenzeit ist es aber nicht geblieben: Die 43 Kinder haben gemeinsam mit ihren Eltern zuhause überlegt, was sie noch alles abgeben könnten. Heraus gekommen ist dabei eine ansehnliche Sammlung von Spielzeugen, Pullovern, Hosen, Jacken Fahrradhelmen, Büchern und anderen nützlichen Sachen. Dabei haben die Kinder auch richtig mitgedacht: Vor allem Bilderbücher mit deutschen Wörtern darunter sollen den Flüchtlingen beim Erlernen der deutschen Sprache helfen. Kleine Überraschung

Kleine Überraschung als Belohnung

Elke Terhörne fuhr in ihrem Mini beim St.-Barbara-Kindergarten vor, um die Sachen abzuholen und sich zu bedanken. Die Spenden sollen im Integrationsstübchen verteilt werden. Für ihre Hilfsbereitschaft sollen die Kinder nach der Fastenzeit eine kleine Überraschung bekommen.  

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