Stiftung ehrt Helden des Alltags

Zehnjähriges Bestehen

Die Bürgerstiftung hat an ihrem zehnten Geburtstag Kranken- und Altenpflege in den Mittelpunkt gestellt – und ihren eigenen Motor ausgezeichnet.

SÜDLOHN

, 15.10.2017, 17:35 Uhr / Lesedauer: 2 min

Der brave Mann denkt an sich selbst zuletzt“– dieses Schiller-Zitat kommt einem in den Sinn, wenn man den Festakt der Bürgerstiftung am Sonntagvormittag in der Festhalle Terhörne Revue passieren lässt. Da begeht die Bürgerstiftung ihr zehnjähriges Bestehen – sie wurde am 12. September 2007 gegründet – und anstatt sich selbst zu feiern, nehmen Hubert Epping, der Vorsitzende, Mitstreiter Herbert Lenger und alle anderen Aktiven dies als Anlass, ihre Geburtstagsparty zu Ehren all derjenigen Mitbürger auszurichten, die in beiden Gemeindeteilen in der Kranken- und Altenpflege tätig sind.

Mensch im Mittelpunkt

In der Einladung, der an diesem Sonntag mehr als 130 Gäste gefolgt waren, sind jene als „Helden des Alltags“ bezeichnet worden. Hubert Epping sah diesen Titel in seiner kurzen Begrüßungsrede inzwischen ein wenig zwiespältig: „Ja, wir haben Sie so genannt. Aber von Ihnen will eigentlich niemand ein Held sein, wie ich gelernt habe.“ Epping hatte sich im Vorfeld mit mehreren Besuchen in Pflegeeinrichtungen selbst ein Bild von der Situation gemacht und zeigte sich beeindruckt und dankbar: „Der Mensch steht bei Ihnen immer im Mittelpunkt – tagtäglich und ganztägig. Und dafür gebührt Ihnen unser allergrößter Dank.“

Lob vom Bürgermeister

Bürgermeister Christian Vedder würdigte in seinem Grußwort seinerseits die Arbeit von Menschen für Menschen in der Gemeinde: „Es ist heute nicht mehr selbstverständlich, für einander da zu sein.“ Für das „Geburtstagskind“ selbst hatte der Bürgermeister ein Extralob bereit – verbunden mit einem Dankeschön: „Großer Dank geht an die Bürgerstiftung für ihre oft unsichtbare aber umso wertvollere Arbeit.“ Pfarrer Stefan Scho sah das ähnlich – auch im Hinblick auf die Einladungen: „Sie haben als Bürgerstiftung richtig gehandelt, indem Sie die Menschen, die immer für uns alle da sind, ehren und in den Mittelpunkt stellen. Danke dafür!“ Mit Herbert Lenger stand dann im Anschluss an den überaus amüsanten Auftritt des Zauberers Endrik Thier aus Ahaus ein Mann im Mittelpunkt, ohne den, wie es Hubert Epping formulierte, „in der Bürgerstiftung nichts nach vorn ginge“.

„Torwart und Stürmer“

In Anlehnung an dessen Fußball-Leidenschaft bezeichnete Epping den so Geehrten als „unseren Torwart, Abwehrchef und Sturmtank in einer Person“ und überreichte unter großem Applaus der Gäste ein kleines Präsent und einen Blumenstrauß an seine Frau Irmgard – verbunden mit einem Dankeschön: „Ihr Mann ist so viel und oft für die Bürgerstiftung unterwegs, dass Sie ihn wohl nur sehr wenig zu Gesicht bekommen.“ Ein gemeinsames Mittagessen beendete im Anschluss den offiziellen Teil des Festaktes.

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