Südlohns Bevölkerung wird bis 2040 sehr viel älter, wächst aber laut Prognose leicht

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Südlohn wird nach einer aktuellen Prognose der Landesstatistiker von IT NRW seine Einwohnerzahl stabil halten können, sogar bis 2040 leicht zulegen. Aber auch Südlohn wird älter.

Südlohn

, 25.07.2019, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Es ist keine Überraschung, dass die geburtenstarken Jahrgänge auch in Südlohn dafür sorgen werden, dass irgendwann einmal der Anteil der über 65-Jährigen an der Bevölkerung höher ist als heute.

Beim Blick auf die Zahlen werden die Verschiebungen deutlich:

Bürgermeister: „Wir begegnen dem relativ aktiv“

Was kann die Gemeinde tun? Bürgermeister Christian Vedder sieht die Zahlen gelassen und die Gemeinde ganz gut aufgestellt für die Veränderungen in der Bevölkerung. Er sieht die Entwicklung, dass die Einwohner durchschnittlich älter werden, aber auch, dass junge Familien nach Südlohn ziehen. Und: „Wir begegnen dem relativ aktiv“, betont der Bürgermeister.

Durch angesiedelte Unternehmen im Gemeindegebiet, aber auch in Nachbarkommunen mit vielen Arbeitsplätzen, profitiere Südlohn, was den Zuzug von Familien angehe. So könne man die Einwohnerzahl stabil halten. Es gelte, Wohn- und Bildungsangebote für Jung und Alt vorzuhalten. Was das barrierefreie Wohnen angeht, könne die Gemeinde die private Wirtschaft „begleitend unterstützen“.

Thema Wohnen hat die Kommunalpolitik „auf dem Schirm“

Was Wohnangebote auch für Familien angeht, verweist er auf die aktuelle Pestel-Studie, die den Wohnungsmarkt auch für die Gemeinde Südlohn untersucht hat. Dass demnach sieben Wohnungen in Südlohn fehlen, könne sich jetzt überholt haben, denn das Baugebiet Burloer Staße West stehe nun zur Verfügung. Auch sei das Thema Wohnen „auf dem Schirm der Kommunalpolitik“, was Anträge der SPD und aktuell der CDU zeigten.

Dass die Südlohner Verantwortlichen die Entwicklung berücksichtigen, zeige sich zum Beispiel darin, dass für die neuen Kindergärten Investorenmodelle gewählt worden seien, so Vedder. Diese Gebäude können, falls die Kindergartenplätze nicht mehr benötigt werden, anderweitig genutzt werden. Vielleicht sogar für barrierefreies Wohnen. „Es geht ja auch darum, der steigenden Zahl älterer Menschen Wohnangebote zu machen, am besten zentrumsnah“, so der Bürgermeister weiter. „Strategisch müssen wir vor diesen Zahlen keine Angst haben.“

Klare Prognose in der Statistik

Die Prognose der Landesstatistiker von IT NRW sieht für das Jahr 2040 1955 Südlohner in der Altersgruppe 65 bis 80. Im Jahr 2018 waren es noch 1234. Das macht in den Jahren von 2018 bis 2040 ein Plus von 58,4 Prozent. Bei den Älteren fällt der Zuwachs nicht ganz so drastisch aus: 2018 lebten 507 Über-80-Jährige in Südlohn und Oeding. Laut Prognose werden es 2040 569 sein (+12,2 Prozent).

Gleichzeitig sieht die Vorausberechnung einen Einbruch beim Anteil der unter 6-Jährigen vor. Jünger als drei Jahre waren 2018 299 Südlohner, im Jahr 2040 sollen es nur noch 220 sein (-26,4 Prozent). Die Altersgruppe der 3- bis 6-jährigen war 2018 mit 282 vertreten, 247 Kinder diesen Alters sind für das Jahr 2040 prognostiziert, ein Rückgang um 12,4 Prozent.

Die prognostizierte Bevölkerungsentwicklung in Südlohn

  • 2018 haben die IT-Statistiker des Landes als Grundlage genommen. Seinerzeit lebten 9143 Menschen in Südlohn, für 2025 werden 9248 und für und auch für 2040 werden 9238 Einwohner erwartet.
  • Unter den 9238 Einwohnern sind die Altergruppen wie folgt vertreten:
    220 unter 3 Jahre alt (-26,4 Prozent),
    247 im Alter von 3 bis 6 Jahren (-12,4),
    371 im Alter von 6 bis 10 (+8,5)
    636 im Alter von 10 bis 16 (+11),
    344 im Alter von 16 bis 19 (wie 2018 auch),
    657 im Alter von 19 bis 25 (wie 2018 auch),
    1365 im Alter von 25 bis 40 (-12,2),
    2874 im Alter von 40 bis 65 (-14,2),
    1955 im Alter von 65 bis 80 (+58,4)
    569 über 80 Jahre (+12,2).
  • Die Bevölkerungsprognose von IT NRW ist online einzusehen.
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