Südlohner hatte angeblich vor, einen Dealer zu überführen

Mit Drogen erwischt

Teuer bezahlt hat ein 21-jähriger Südlohner den Erwerb von einer kleinen Menge Marihuana. Die Geschichte, mit der er sich vor dem Amtsgericht Borken aus der Affäre ziehen wollte, hatte es jedoch in sich. In seiner Befragung durch den Richter gab der Angeklagte die Tat zu. Er habe aber nur ein Gramm zum Preis von zehn Euro bei einem Dealer in Ahaus erworben und das Rauschgift auch nicht selbst konsumieren wollen.

SÜDLOHN

, 25.08.2015, 18:55 Uhr / Lesedauer: 1 min

Er erklärte, dass Bekannte ihn darüber informiert hätten, dass ein Dealer in Ahaus auch Minderjährige mit Stoff beliefere. Das habe durch den Erwerb überprüfen wollen, um dann die Polizei zu informieren.

Einen Tag nach dem Deal habe er den Namen des Händlers auch der Polizei genannt, direkt nach dem Kauf sei ihm das noch zu riskant vorgekommen.

Nahe Grenze

"Wenn ich Marihuana haben will, kann ich mit dem Rad in Oeding über die Grenze, dazu muss ich nicht mit dem Auto nach Ahaus fahren", so der Südlohner. Der 21-Jährige räumte gegenüber dem Gericht allerdings regelmäßigen Drogenkonsum bis zum Frühjahr dieses Jahres ein.

Nach einem Termin bei der Drogenberatung würde er jetzt nichts mehr nehmen und in Essen einen Neuanfang versuchen.

In Ahaus gestoppt

Der damals 20-Jährige war Mitte März auf der Autofahrt von Ahaus nach Südlohn in eine Polizeikontrolle geraten. Dabei hatten die Beamten zwei Gramm Marihuana bei ihm gefunden und sichergestellt. Da der Südlohner bereits einige Vorstrafen hat, hielt die Staatsanwältin in ihrem Plädoyer eine Geldbuße von 500 Euro für angemessen.

Dem schloss sich der Richter an. Die Geldbuße muss er in fünf Monatsraten an die Organisation Ärzte ohne Grenzen zahlen. Zudem muss er an einem Drogenberatungskurs teilnehmen und die Kosten des Verfahrens tragen.

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