Südlohner Senioren surfen im Internet

Neues Projekt

SÜDLOHN "Barrierefreiheit" - dieser Begriff ist bei der Konzeption öffentlicher Einrichtungen Sowie bei der Planung von Wohn- und Lebensbereichen für Senioren längst nicht mehr weg zu denken. Dass dieses Qualitätsmerkmal inzwischen auch für den Zugang zum Internet eine zunehmende Bedeutung erlangt, beweist eine Initiative des DRK gemeinsam mit der Gemeindeverwaltung.

16.06.2009, 15:46 Uhr / Lesedauer: 2 min
Stellten gestern gemeinsam das Konzept für das neue Angebot vor, das sich an Senioren in Südlohn richtet (v. l.): Herbert Schlottbom, Erika Matschke, Klaus Tembrink, Karl-Heinz Hollstegge und Agnes Klein.

Stellten gestern gemeinsam das Konzept für das neue Angebot vor, das sich an Senioren in Südlohn richtet (v. l.): Herbert Schlottbom, Erika Matschke, Klaus Tembrink, Karl-Heinz Hollstegge und Agnes Klein.

Zur Vorgeschichte: In der Ratssitzung am 13. Mai hat der Gemeinderat den Antrag des DRK-Kreisverbandes zur Mitfinanzierung einer Inter-net-Plattform "Von Senioren für Senioren" in Südlohn/Oeding abgesegnet.

Die Verwaltung beteiligt sich dabei mit einem einmaligen Zuschuss von 6000 Euro. Dahinter steckt ein ganzes Bündel von Maßnahmen und Zielen. Herbert Schlottbom von der Gemeindeverwaltung und Klaus Tembrink vom DRK-Bildungswerk, dort zuständig für den Bereich Sprache und Medien, stellten das Konzept am Dienstagmorgen vor. Gekommen waren außerdem Erika Matschke, Agnes Klein und Karl-Heinz Hollstegge. Die drei stellen sozusagen das Internet-Redaktionsteam der ersten Stunde für eine neue Senioren-Homepage in der Dop-pelgemeinde dar.

Ehrenamtlich

Dieses seniorenspezifische Angebot soll ausschließlich mit ehrenamtlich tätigen Redakteuren aufgebaut werden. Ziel und Schwerpunkt der Redaktionsarbeit sei, so Klaus Tembrink, das Sammeln und Festhalten von Aktivitäten der Seniorenarbeit in den heimischen Vereinen und Verbänden. Im Vorfeld hat der Experte vom DRK bereits entsprechende Fragebögen an die meisten heimischen Vereine und Verbände abgeschickt und darin nach Ansprechpartnern und Angebote für Senioren gefragt.

In drei Kommunen des Kreises läuft das DRK-Projekt bereits: seit etwa anderthalb Jahren sehr erfolgreich in Rhede mit fünf Mitarbeitern und seit April beziehungsweise Mai in Reken (acht ständige Redakteure) und Borken (sechs Mitarbeiter).

Quote erhöhen

Das DRK will die Quote von lediglich 25 Prozent Internet-Nutzern über 60 Jahren erhöhen - und natürlich auch noch weitere Kommunen zur Mitarbeit gewinnen. Tembrink: "Wir wollen mittelfristig auch eine Vernetzung der verschiedenen Senioren-Portale."

Schwellenangst sollte niemand haben, der sich für eine Mitarbeit interessiert, macht der DRK-Mann Mut: "Wir bieten umfangreiche Schulungen und Begleitung innerhalb dieses ersten Start-Jahres an." Starten soll es am kommenden Dienstag, 23. Juni, um 19 Uhr mit einer Info-Veranstaltung für alle Interessierten im Rathaus. Danach wird der Computerraum der von Galen-Grundschule zunächst der Arbeits- und Redaktionsschwerpunkt sein. Der gemeindliche Zuschuss von 6000 Euro wird zur Hälfte als Starthilfe geleitet. Nach Ablauf des ersten halben Jahres soll ein Zwischenbericht gegeben werden. Von dessen Ergebnis soll die Zahlung der zweiten Hälfte des Geldes abhängen. geo www.senioren-suedlohn.de

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