Laut Statistik hat jeder Südlohner mehr Geld zum Sparen und Ausgeben zur Verfügung als andere im Verbreitungsgebiet. Allerdings handelt sich um einen Durchschnittswert, die individuellen Unterschiede können enorm sein. © picture alliance/dpa/dpa-Zentralbild
Einkommen

Südlohner sind mit 24.754 Euro Einkommen pro Jahr und Bewohner spitze

Das verfügbare Einkommen je Einwohner in Südlohn ist laut Statistik im Vergleich mit Ahaus, Heek, Legden, Stadtlohn und Vreden am höchsten. Auch die Steigerungsraten sind vergleichsweise gut.

Im Sauerland – vor allem im Kreis Olpe – und im rheinisch-bergischen Raum wird gut verdient. Das geht aus dem Zahlenwerk des Statistischen Landesamtes NRW zum verfügbaren Einkommen der privaten Haushalte für Nordrhein-Westfalen hervor. Die jüngsten Zahlen liegen für das Jahr 2019 vor. Unangefochten auf Platz 1 liegt Attendorn mit einem verfügbaren Jahreseinkommen je Einwohner von satten 53.061 Euro.

Auch in Südlohn wird ordentlich verdient, zumindest im Kreisvergleich und auf deutlich niedrigerem Niveau. Mit 24.754 Euro pro Jahr und Bewohner liegt die Doppelgemeinde auf Rang 1 der Städte und Gemeinden im Verbreitungsgebiet der Münsterland Zeitung. In der Gesamtrangliste in NRW belegte Südlohn 2019 beim verfügbaren Einkommen damit Rang 143, ein sehr guter Mittelfeldplatz bei 396 Kommunen in NRW.

Südlohn liegt über Kreis- und Landesschnitt

Den niedrigsten Wert im Altkreis haben die Statistiker übrigens für Legden errechnet: 23.265 Euro pro Jahr (Platz 256). Der zweithöchste Wert steht in Stadtlohn mit 24.499 Euro/Jahr (Platz 157) zu Buche. Zum Vergleich: Im Kreis Borken belief sich 2019 das verfügbare Jahreseinkommen pro Einwohner auf durchschnittlich 23.459 Euro, im Land NRW bei 23.093 Euro. Dagegen waren es im Kreis Coesfeld mehr als 25.100 Euro.

Knapp 2063 Euro hatte 2019 damit statistisch gesehen jeder Südlohner zur Ausgabe zur Verfügung. Natürlich theoretisch, handelt sich doch um einen Durchschnittswert. Dieser bezieht sich eben auf jeden, vom Kind über den Arbeitslosen bis hin zum Rentner. Selbstverständlich gibt es individuell große Unterschiede.

Das sogenannte verfügbare Einkommen setzt sich aus Arbeitnehmerentgelt, Einkommen aus selbstständiger Arbeit und Vermögen zusammen, in Abzug werden Steuern und Sozialabgaben gebracht. Hinzugerechnet werden Sozialleistungen wie Hartz IV oder Kindergeld. Kurz gesagt: Berechnet wird die Summe, die jeder Bürger für Konsum- und Sparzwecke zur Verfügung hat.

Drei Einkommensmillionäre im Jahr 2017

Summiert man das individuell verfügbare Einkommen über alle Einwohner auf, dann errechnete sich für Südlohn 2019 eine Summe von 229 Millionen Euro pro Jahr, eine Steigerung von über vier Prozent gegenüber dem Jahr 2018. Das entspricht der Kaufkraft der Kommune per anno.

Dass der Wert für Südlohn doch ausgewogen und aussagekräftiger ist als vielleicht in anderen Kommunen, das zeigt eine weitere Kennziffer. So liegt Südlohn bei der Zahl der Einkommensmillionäre auf ähnlichem Niveau in der NRW-Rangliste (Platz 136). Die jüngsten Zahlen datieren aus dem Jahr 2017 – und in diesem gab es drei Einkommensmillionäre.

Auf 10.000 Einwohner gerechnet waren dies statistisch gesehen 3,3 in Südlohn. Ein guter Mittelwert. In Vreden waren es zum Beispiel 2,7, in Stadtlohn dagegen gar 5,9. Im gesamten Kreis Borken lag die Kennziffer bei 3,9. Den Topwert lieferte die Stadt Bocholt mit 6,9, gleichzeitig Platz 21 in NRW.

Überdurchschnittlich gestiegen ist im Kreisvergleich übrigens auch das verfügbare Einkommen in Südlohn in den Jahren 2013 bis 2019 – und zwar um über 27 Prozent.

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