Südlohner wegen Drogenbesitzes verurteilt

Mit Marihuana erwischt

Wenige Gramm Marihuana können sehr teuer werden. Das hat jetzt ein 34-jähriger Südlohner erfahren. Im Januar wurde der Mann mit den verbotenen Rauschmitteln erwischt. Jetzt wurde er verurteilt. Und es war nicht das erste Mal, dass er sich vor Gericht verantworten musste.

SÜDLOHN

, 21.12.2015, 17:22 Uhr / Lesedauer: 1 min

Einsichtig zeigte sich der 34-jährige Südlohner, als ihn das Amtsgericht in Borken wegen Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz zu 50 Tagessätzen von je 40 Euro verurteilte. Damit blieb der Richter unter der Forderung des Staatsanwalts, der 60 Tagessätze zu je 40 Euro als Strafmaß gefordert hatte. Die Kosten des Verfahrens muss der Angeklagte zusätzlich zur Geldstrafe tragen.

Im Januar 2015 war der Südlohner in Borken-Burlo mit einigen Gramm Marihuana erwischt worden. Ein Drogenproblem liege allerdings nicht vor, da der Beschuldigte selbst nicht konsumiere, bestätigte der Verteidiger. Eine Laboruntersuchung untermauerte diese Behauptung. Allerdings gab der Südlohner zu, den Stoff erworben zu haben. Seit 2004 hatte der Angeklagte schon wegen verschiedener Delikte vor Gericht gestanden. Die Bewährungshelferin bestätigte, dass noch zwei offene Bewährungen wegen früherer Vergehen zu bewältigen seien.

Positive Prognose

Allerdings sah sie die Entwicklung und die Zukunft des Angeklagten positiv, da er sich einsichtig zeige und sein soziales Umfeld neu geordnet habe. Die Aussage eines geladenen Zeugen, der nicht erschienen war, hatte wegen der Einsichtigkeit des Angeklagten keine Relevanz mehr. Das Urteil konnte deshalb bereits am ersten Verhandlungstag gefällt werden.

Da der Südlohner wegen des Verstoßes gegen das Betäubungsmittelgesetz noch nicht vorbestraft war, kam er an einer Gefängnisstrafe vorbei. Damit begründete der Richter auch die Geldstrafe, in die Angeklagter und Verteidiger einwilligten. emk

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