Tatort Grundschule

"Haus der kleinen Forscher"

Zu wem gehören die Fingerabdrücke und wer hat diese Fußspur hinterlassen? "Detektivarbeit" lautete das Thema der Offenen Ganztagsschule der St.-Vitus-Grundschule. Der Leitgedanke für das Kalenderjahr fand seinen Höhepunkt in einem Forscherfest, an dem die gesamte Schule beteiligt war.

SÜDLOHN

, 13.11.2015, 18:42 Uhr / Lesedauer: 1 min

Als "Haus der kleinen Forscher" ist die St.-Vitus-Grundschule bereits im vergangenen Jahr offiziell zertifiziert worden. Die Kriterien, die die Lernanstalt dafür erfüllen muss, ist das regelmäßige Forschen an naturwissenschaftlichen Fragestellungen - und das natürlich altersgerecht.

Wissenschaft zum Anfassen

"Wissenschaft zum Anfassen" war daher die Richtlinie beim hauseigenen Forschertag. "Wir probieren physikalische und naturwissenschaftliche Gesetze kindgerecht aus", sagte Rektorin Friederike Voß. Alle rund 210 Schülerinnen und Schüler der Grundschule waren forschend beteiligt, zusätzlich waren 45 zukünftige Schulkinder der drei Südlohner Kindergärten zu Gast. Auch Eltern und Lehrer tummelten sich in den Reihen der jungen Forscher. In jedem der Klassenräume gab es etwas anderes zu entdecken: Auf den Spuren von bunten Farbtönen in dem Schwarz eines Filzstiftes wandelten die Kinder in einem Forschungsraum der Farbexperimente: Mithilfe von Filterpapier und Wasser konnten die Farbanteile in farbenfrohe Muster aufgelöst werden. Ein Klassenzimmer weiter konnten die Kleinen Fingerabdrücke nehmen, untersuchen - und anschließend bunte Figuren oder Tiere daraus malen.

 Forschung näher kommen

"Die Kinder sollen auf spielerische Weise der Forschung näher kommen und individuelle Erfahrungen machen", sagte Patrick Geukes, der Koordinator der Ganztagsschule. Auch kleinere Rätsel gehörten zu den Detektivaufgaben der Nachwuchswissenschaftler: Gedächtnisspiele, bei denen man sich Bilder einer Zeichensprache merken musste etwa oder das Herausfinden der passenden Schuhabdrücke anhand der richtigen Fußbekleidung - fast wie bei der Spurensicherung. "Es geht darum, aufmerksam Dinge zu hinterfragen und herauszufinden, wie etwas funktioniert", so Voß.

Wissbegierig werden

Die Kinder sollten sensibel und wissbegierig werden, um herauszufinden, wie etwas funktioniert. Schließlich gebe es im Alltag immer wieder Dinge, die Kinder besonders interessierten und die sie hinterfragten.

 

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