Tote Tauben in Müllsäcken gefunden

Fund von Spaziergängerin

Tote Tauben in blauen Müllsäcken hat eine Oedingerin am Wochenende im Bereich Woorteweg und Schultenallee gefunden.

SÜDLOHN

von Laura Schlusemann

, 03.08.2016, 17:54 Uhr / Lesedauer: 2 min
In der Nähe des Feuerwehrgerätehauses am Woorteweg lag einer der blauen Säcke mit toten Tauben.

In der Nähe des Feuerwehrgerätehauses am Woorteweg lag einer der blauen Säcke mit toten Tauben.

Maria Bancken ist noch immer entsetzt über den Fund. Beim Spaziergang entdeckte sie an einer Halle der ehemaligen Gebrüder Schulten eine tote Taube, die neben einem blauen Müllsack lag. In dem Sack befanden sich noch mindestens drei weitere tote Tauben. Eine Taube davon war laut Bancken beringt. Für sie ist das ein klares Indiz dafür, dass ein Taubenzüchter in der Region eines seiner Tiere vermisst.

Nach Banckens Einschätzung wurde die Taube schwerverletzt in den Sack gesteckt. Die Oedingerin: „Der war mit Blutspritzern übersäht“. Das könne nur durch ein noch lebendes Tier entstanden sein, das qualvoll in dem Sack verendete, meint Bancken.

Zwei Müllsäcke

Noch ganz unter dem Eindruck dieses Fundes entdeckte Maria Bancken ein Stück weiter am Woorteweg einen weiteren blauen Müllsack. Darin befand sich eine weitere tote Wildtaube. Die tierliebe Maria Bancken ist auch am Tag nach dem Fund noch entsetzt. Offenbar gibt es in Oeding jemanden, der Tauben schießt oder fängt und dann tötet.

Ein benachbarter Taubenzüchter wolle die Tauben wegschaffen, berichtet die Seniorin weiter. Denn: „Viele Kinder spielen in diesem Bereich Oedings und kommen an den Säcken vorbei“. Für den Züchter, der die toten Tiere wegschaffen will, ist laut Bancken ausgeschlossen, dass ein Züchter so seine Tiere entsorgt. Bancken: „Zuchttauben werden geschlachtet und gegessen oder richtig entsorgt.“

Der Oedingerin ist außerdem aufgefallen, dass viele Tauben in Oeding von ihren Brutplätzen verschwunden sind. So jedenfalls der Eindruck von Maria Bancken, die schon seit drei Jahren an festen Plätzen die Vögel füttert. Gerade in letzter Zeit seien viele Tiere verschwunden. „Menschen sollten so etwas nicht machen, die Tierquäler sollten bestraft werden“, meint die Oedingerin zu den toten Vögeln.

Auf Nachfrage bei der Gemeinde teilte der Bürgermeister Christian Vedder mit, dass ihm das Thema auf dem Schützenfest am letzten Wochenende schon zu Ohren gekommen sei. Er könne jedoch noch nichts konkret dazu sagen, werde der Sache aber nachgehen. Bei näheren Informationen und Hinweisen würde er gegebenenfalls Anzeige gegen Unbekannt stellen, falls gegen das Tierschutzrecht verstoßen und wirklich getötet wurde, so Vedder. 

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