Umgehungsstraße schon 2018?

Jahrzehntelange Planung

Wird die Oedinger Ortsumgehung schon ab 2018 gebaut? In einer Sitzungsvorlage für den Bezirksplanungsrat hält die Bezirksregierung in Münster das jedenfalls nicht für unwahrscheinlich.

OEDING

, 24.01.2017 / Lesedauer: 2 min
Umgehungsstraße schon 2018?

Die Umgehungsgegner sind noch immer mit ihren Transparenten – wenn auch etwas verblasst – präsent.

Unter dem Tagesordnungspunkt Mitteilungen wollte Alois Kahmen (CDU) wissen, wann für die geplante Umgehungsstraße der Planfeststellungsbeschluss getroffen werden kann. "Ich kann das nicht seriös sagen, das Projekt läuft erst seit 50 Jahren", entgegnete Bürgermeister Christian Vedder im leichten Sarkasmus.

Verständlich: Das Projekt ist seit Jahrzehnten in Planung, wurde zwischenzeitlich vom Südlohner Gemeinderat ganz abgeblasen. Später wurde das Verfahren auf Anraten der Bezirksregierung wieder aufgenommen.

Über 100 Anregungen

Südlohns Bürgermeister versicherte den Ratsmitgliedern aber, dass die "Gemeinde bemüht ist, dass alles schnell voreinander kommt". Gleichzeitig wies Christian Vedder aber darauf hin, dass derzeit über 100 Anregungen und Einwendungen - nach dem im Vorjahr durchgeführten Deckblattverfahren - zu bearbeiten sind.

In einer Sitzung zuvor hatte der Bürgermeister auch auf die Schwierigkeit hingewiesen, benötigte Ausgleichsflächen im Bereich der geplanten Umgehungsstraße zu finden.

2017 Baureife

Soviel zur Sachstandsinformation aus dem Rathaus. Alois Kahmen berichtete in der Sitzung von einer Vorlage der Bezirksregierung für die Sitzung des Regionalrates vom 12. Dezember 2016. In dieser Sitzung haben die Politiker in Münster über das Landesstraßenbauprogamm 2017 diskutiert und Vorschläge für die Region gemacht.

In der Vorlage heißt es, dass die Umgehungsstraße für Oeding "frühestens in 2017 baureif" wird. Damit wäre die hier geplante Umgehungsstraße die erste Maßnahme, die bei den aktuell geplanten Projekten Baureife erreicht. Wie die Bezirksregierung in der Vorlage weiter ausführt, ist mittlerweile auch "die landschaftspflegerische Ausgleichsplanung auf verfügbaren Flächen möglich". Umgehungsbefürworter wird freuen, dass die Bezirksregierung "trotz weiterhin enger Mittelsituation" von einem Baubeginn im nächsten Jahr ausgeht.

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