Vitus-Grundschüler pauken nach den Ferien in Containern

Vorbereitungen für Abriss

Die Schüler der dritten und vierten Klassen der St.-Vitus-Schule werden mit Beginn des neuen Schuljahrs vorübergehend in Containern unterrichtet. Der Aufbau ist gestern gestartet.

Südlohn

, 15.08.2017, 14:11 Uhr / Lesedauer: 2 min
Fliegendes Klassenzimmer: Am Dienstag ist mit dem Aufbau der Container-Anlage auf dem Gelände der St. Vitus Schule begonnen worden.

Fliegendes Klassenzimmer: Am Dienstag ist mit dem Aufbau der Container-Anlage auf dem Gelände der St. Vitus Schule begonnen worden.

Insgesamt 26 Container werden auf dem Schulgelände aufgestellt. Diese Übergangslösung ist nötig, weil der neuere Trakt des Schulgebäudes unter anderem mit der giftigen Chlorverbindung Polychlorierte Biphenyle (PCB) belastet ist und deswegen abgerissen werden muss.

Am Südwall entsteht ein zweigeschossiger Container-Komplex mit zwei Klassenräumen, zwei separaten Abstellräumen, einem Treppenhaus sowie sanitären Anlagen in beiden Etagen, wie Bauamtsleiter Dirk Vahlmann berichtet. „Wenn die Container stehen, kommt der Elektriker und schließt die Anlage ans Netz an“, so Vahlmann. Die Container-Anlage werde auch elektrisch beheizt.

Sicherheitskonzept

Bis zum Unterrichtsbeginn wird das Sicherheitskonzept ausgearbeitet. In einem letzten Schritt kommt die Einrichtung aus dem abzureißenden Gebäude in die Container. Vorher werden Tafeln, Stühle und Tische gründlich gereinigt. „Eine Gutachterin hat bestätigt, dass es ausreicht, die Dinge feucht abzuwischen“, so Vahlmann.

Im Anschluss geht es an den Abbruch des belasteten Gebäudetraktes. Ein entsprechender Antrag beim Kreis Borken ist gestellt, in Kürze soll ausgeschrieben werden. Zunächst erfolgt die Schadstoffsanierung in den Innenräumen, anschließend wird das Gebäude abgerissen. Vahlmann: „Ziel ist es, dass der betroffene Trakt bis Jahresende komplett abgebrochen wird.“

Genaue Kosten müssen noch ermittelt werden

Zu den Kosten können noch keine Angaben gemacht werden. Derzeit sind Ingenieur-Büros mit der Entwurfsplanung für das Gebäude beauftragt. „Mit Abschluss der Entwurfsplanung gibt es die Kostenberechnung“, so Vahlmann. Nach den Ferien werde ein Arbeitskreis einberufen, der Materialien und Konzept festlegt, um dann die Kostenrechnung dem Rat vorzulegen. „Dann wird der Rat über weitere Schritte entscheiden“, sagt Vahlmann. In einer ersten Schätzung hatten sich die möglichen Kosten auf 5,35 Millionen Euro belaufen.

Ein Konzept für den Neubau wurde bereits im Rat vorgestellt (Münsterland Zeitung berichtete). Demnach sollen sämtliche Klassenräume in den Neubau wandern – vier Klassenräume ins Erdgeschoss und vier ins Obergeschoss. Im Neubau entstehen außerdem Räume für den integrativen Unterricht.

Sobald der Neubau fertiggestellt ist, wird in einem zweiten Abschnitt der Altbau umgebaut. Dort entstehen ein Verwaltungstrakt mit Lehrerzimmer und Sekretariat sowie Fachklassenräume und Gruppenräume.

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