Was Musiker und Moderator Götz Alsmann mit Südlohn verbindet

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Musiker, Sänger und Moderator Götz Alsmann lebt in Münster. Doch eine ganze Menge verbindet ihn mit Südlohn. Eine jahrzehntelange Freundschaft und die Musik sind die Zutaten.

Südlohn

, 02.08.2020, 12:00 Uhr / Lesedauer: 2 min

Unter dem Namen „Kastenhalslaute“ werden sie die wenigsten Menschen kennen. Ihr hawaiianischer Namen „Ukulele“ ist dagegen geläufiger. In der jahrzehntealten Freundschaft zwischen der Oedingerin Barbara Seidensticker-Beining und Musiker, Moderator und Sänger Götz Alsmann spielt besagtes Instrument keine unerhebliche Rolle. Vom Karneval ganz zu schweigen.

Denn bei diesem haben sich die Beiden noch als Kinder in Münster kennengelernt. Barbara Seidensticker-Beining war des Öfteren mit ihren Eltern als Sängerin unterwegs. Götz Alsmann „klampfte“ damals als achtjähriger Steppke in einem Mandolinen-Orchester, und so sind sich die beiden dann logischerweise irgendwann über den Weg gelaufen.

Parodisten-Paar war im Münsterland bekannt

Die Beiden waren als Parodisten-Paar „C & C“ im gesamten Münsterland ein Begriff. Dass später die Ukulele neben seiner Haartolle zu Götz Alsmanns Markenzeichen werden sollte, daran hat Mutter Christel Seidensticker großen Anteil.

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Bei einigen von C & C’s Parodien in den 1960er Jahren war das Gesangsduo ab 1961 zunächst als Rothäute, später dann auch als Hawaiianer kostümiert. Und Christel Seidensticker trat damals schon mit ihrer Ukulele auf. Sie hatte sich sogar selbst ein paar Griffe beigebracht. Klein Götz, mit seinem Orchester Programmpunkt einer Karnevalssitzung wurde dort des Instruments ansichtig – und war gleich hin und weg. Der Rest ist bekannt.

Ein besonderes Treffen in Münster

Barbara Seidensticker-Beinings Bruder Markus machte später mit seiner Ska-Band „EL Bosso und die Ping Pongs“ eine Deutschland-Karriere. So kreuzten sich noch einmal Götz Alsmanns Wege mit denen der Seidenstickers. Und wieder wurde eine Freundschaft daraus – die mit Bruder Markus.

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Am vergangenen Sonntagnachmittag verabredeten sich die drei Beteiligten zu einem besonderen Anlass vor der elterlichen Wohnung in Münster: Aus dem Nachlass der 2012 verstorbenen Christel Seidensticker empfing Götz Alsmann die alte Ukulele von damals.

Götz Alsmann nimmt sich zeit für das Treffen

Und Alsamnn war sichtlich gerührt: „Das ist eine große Ehre für mich. Ich werde gut auf die Kleine aufpassen.“ Und mit Kennerblick lobte der Musiker: „Die ist ja makellos. Die hat wirklich jemand lieb gehabt.“

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Dass der sonst von Terminen gehetzte Künstler sich überhaupt Zeit für solch ein Treffen nehmen konnte, sei natürlich der Corona-Pandemie geschuldet. „Es gibt im Moment keine Konzerte“, bedauert Götz Alsmann, „Höchstens mal im Autokino.“ Aber das sei auch kein richtiger Ersatz: „Es ist einfach schwierig, vor Autos zu moderieren.“

Götz Alsmann kann auch ernst werden

So habe er eben mehr Zeit für sein neues Programm, tröstet er sich selbst: „Ich fahnde gerade nach traditionellen deutschen Liedern und Schlagern aus den 1920er bis 60er Jahren. Da war durchaus Qualität dabei“, betont er augenzwinkernd.

C & C bei einem Auftritt 1961

C & C bei einem Auftritt 1961 © Repro


Und wie könnte es weitergehen? Götz Alsmann wird ungewohnt ernst. „Ich bin überhaupt nicht sicher, ob wir nächstes Jahr wieder richtig auf Tour gehen können.“
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Der Abschied fällt herzlich aus. Barbara Seidensticker-Beining ruft dem Freund aus alten Tagen hinterher, als er in sein Auto steigt: „Wir sind froh, dass sie jetzt bei Dir ist!“

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